Bővebb ismertető
Vorwort
Trotz aller sexueller Freizügigkeit- oder gerade deshalb - ist Sexualität für Christen noch immer ein gewagtes Thema. Mit diesem Band sogar Studien zur Sexualität vorzulegen, die explizit Einstellungen zur Sexualität und zum Sexualverhalten von Christen untersuchen, ist eine Herausforderung, die einer Begründung und einer soliden Grundlage bedarf.
Die erste hier dargestellte empirische Studie befasst sich mit Jugendsexualität. Innerhalb der Adventjugend (der Jugendorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) gab es eine solche Untersuchung in Vorbereitung auf ein Jugendbibelwochenende zum Thema Sexualität. Ihr folgte dann eine Replikationsstudie an öffentlichen Schulen in Berlin und Brandenburg unter der Schirmherrschaft des Instituts für Familien und Sozialforschung der Theologischen Hochschule Friedensau. Insgesamt gab es gut loco Probanden die anonym einen Fragebogen zum Sexualverhalten, zur emotionalen und kognitiven Einstellung ausfüllten. Diese Studie aus der Mitte der 90er Jahre wird hier aus mehreren Gründen eingebracht.
Zum einen beginnt das Thema „Sexualität" - selbst im engeren Sinne - keineswegs im Erwachsenenalter oder gar in der Ehe. Jugendsexualität kann wohl unbestritten als prägend für weitere Entwicklungen in der erwachsenen Sexualität angesehen werden. Zum anderen bietet die Studie einen tiefen Einblick in Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Sexualverhalten, aber auch in den Einstellungen zur Sexualität zwischen christlichen und nicht-christlichen Jugendlichen. Die Ergebnisse lassen interessante Vermutungen über den leider noch nicht vorhandenen direkten Vergleich der Sexualität christlicher mit nicht-christlich orientierten Erwachsenen zu.
Die zweite, ausführlichste Studie ist eine Untersuchung zur sexuellen Zufriedenheit christlicher Ehepaare. Im Rahmen einer von mir begleiteten Diplomarbeit untersuchte Ralf NÄTHER, ehemaliger Student des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der Theologischen Hochschule Friedensau das Thema mit Hilfe eines Fragebogens, der in der christlichen Ehe- und Familienzeitschrift „Family'' veröffentlicht wurde. Der Rücklauf betrug innerhalb eines Monats gut 1000 Fragebögen, obwohl die Family keine Erklärungen, geschweige denn Anreize zur Teilnahme gegeben hatte. Bei einer Auflagenhöhe von