Bővebb ismertető
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MOZART, SERENADE D-DUR, KV 320
genannt „POSTHORN-SERENADE"
Die «Posthorn-Serenade» ist die letzte der für Salzburg gesdiriebe-nen Serenaden und wurde am 3. August 1779 vollendet. Sie verdankt ihre Entstehung einem Finalmusik-Auftrag der Universität. Solche «Finalmusiken» wurden alljährlidi in Salzburg im August von den beiden Jahrgängen der philosophischen Fakultät anläß-lidi des Examensabsdilusses veranstaltet. Aus Nannerl Mozarts Tage-buchblättern') geht hervor, daß am 24. September 1779 auf dem Salzburger Kollegien-Platz bei einer Aufführung der «Hafnermusick» (KV 250) der «Marsch von der lezten Finalmu-sique» gespielt wurde. Hierbei kann es sich nur um einen der beiden Märsche (vgl. unten) zu KV 320 handeln. Das im 6. Satz verwendete «Corno di Posta» gab dem Werk seinen Namen.
Das Autograph, im Besitz der Deutschen Staatsbibliothek in Berlin, enthält sieben Sätze, denen aller Wahrscheinlichkeit nach noch zwei, auf gesonderten Blättern niedergeschriebene Märsdie, KV 335 (320a) hinzuzufügen sind. Den festlidien Serenaden jener Zeit diente als Eingangs- und Ab-sdilußstück ein Marsch. In der Alten Mozart-Gesamtausgabe wurden diese Märsche von den Serenaden getrennt und innerhalb der Serie X gesondert gedruckt. In seinem Buch über Mozarts Serenaden gibt Günter Hausswald eine Übersicht derjenigen Mär-sdie, bei denen sich eine Verbindung zu der entsprechenden Serenade nachweisen läßt.2) Der Vermerk auf dem Autograph des Marsches KV 249 «Marcia per le Nozze del Sgr. Späth colla Sgra Elisabeta Haffner di Ama-deo Wolfg. Mozart. 20 Luglio 1776
prodotta 21 luglio» beweist eindeutig die Zugehörigkeit zur «Haffner-Sere-nade». Im Falle der «Posthorn-Serenade» haben wir nun zwei Märsciie (Besetzung wie in KV 320, der erste mit Oboen, der zweite mit Flöten — von beiden ist keine Paukenstimme überliefert) und es mag dahin gestellt sein, ob Mozart beide, d. h. also einen alsEinleitungs-,den anderen als Schlußmarsch verwendete. In dieser Ausgabe werden sie als Anhang wiedergegeben. Ihre Verwendung wird vom Rahmen der Aufführung abhängen, in einem sommerlichen Konzert wird ein Er-öffnungs- und Schlußmarsch sicher den Serenadenhaften Charakter betonen.
Mozart führte die zweisätzige Concertante (3. und 4. Satz) in der von ihm am 23. März 1783 im Burgtheater veranstalteten Akademie auf und erwähnt sie in dem am 29. März dem Vater mitgeteilten Programm: «5': die kleine Concertant»Simphonie von meiner lezten final Musique.» Die vom Kochel-Verzeichnis erwähnte Abschrift der beiden Sätze, von Mozart «Sinfonía concertante» überschrieben, einst im Besitz von André, scheint nicht mehr vorhanden zu sein. Hingegen besitzt die Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek eine frühe Stimmenabsciirift (aus dem Hofkapellarchiv) einer gekürzten Fassung, «Sinfonia» bezeichnet, die den 1. Satz {Adagio maestoso — Allegro con spi-rito), das Andantino (5. Satz) und das Finale enthält. Die gleichen Sätze sind in der Erstausgabe von André aus dem Jahre 1792 enthalten und es ist anzunehmen, daß die in Einsteins «Berichtigungen und Zusätze» erwähnte Ab-