Bővebb ismertető
Dass in Salzburg Jahr für Jahr eine Welt von Kreativen anreist, die sich entweder in der Sommerfrische zu neuem Wirken inspirieren lásst oder sich gleich anhand mitgebrachter Werke verewigt - das empfindet man hier schlicht als Selbstverstándlichkeit. Das ist einfach ein Phánomen der berühmten Stadt zu FüBen des Untersbergs, den der Dalai Lama das Herzchakra Europas" nennt (s. Mythen, Mystik, Magié). Was hier seit Beginn des vorigen Jahrhunderts, als Max Reinhardt die Salzburger Festspiele erfand, regelmáBig an künstlerischer Internationalitát einfliegt, in den Landgasthöfen sitzt und durch die Altstadt spaziert, istjedoch vermutlich auf der Welt einmalig. Und hat uns bewogen, eben das zum Titel für unser Magazin zu erheben, was Reinhardt einst in seinem köstlichen Geháuse" in Leopoldskron (s. Schloss der Seligen) als Wiege des Festivals etablierte: den Sálon. Die Zusammenkunft einer bunten Gesellschaft von auBergewöhnlichen Persönlichkeiten, von leidenschaftlichen Intellektuellen und Künstlertypen aus allén Himmelsrichtungen. Die groBe Familie der diesjáhrigen Festspiel-Kreativen vorzustellen und bei Ihren Vorbereitungen für den Sommer backstage zu begleiten, war unsere Ambition und unsere Freude: Zu verfolgen, wie zum Beispiel am Tisch des Künstlerpaars Perceval/Kurz in Berlin gleich zwei Salzburg-Produktionen entstehen (s. Moliére & Thomas Bernhard). Einem Dániel Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden zu lauschen, wie er mit glühenden Augen von seinen West-Eastern Divan kids" erzáhlt, wáhrend unser Fotograf die jungen Orchestermitglieder in ihrer Heimat (Israel, Palástina, Ágypten) portraitiert. Oder den Belgier Jan Fabre zu seiner Biennale-Ausstellung in Venedig zu besuchen, um in der Stíllé des Palazzo Benzon seinen Berichten über persönliche Todeserfahrungen und Metamorphosen zu folgen - und ihm bei dieser Gelegenheit auch gleich ein paar seiner berühmten Proben-Zeichnungen zu entlocken (s. Requiem). Ebenso beeindruckend waren unsere regelmáSigen Besuche der Festspiel-Werkstátten - ganz besonders im Haute-CoutureLabor der Kostümabteilung, wo 1500 Gewánder für diesen Sommer entstanden (s. Die neuen Opern). Und natürlich habén wir auch Jürgen Flimms Festspiel-Thema Die Nachtseite der Vernunft" ausführlich reflektiert. Bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Autoren lieBen sich von diesem dunkel verlockenden Sommermotto inspirieren und endeten nicht selten bei Sehnsucht, Liebe, Leidenschaft. Ihre Gedankenausflüge ziehen sich durch das ganze Magazin. Wie auch unsere so genannte Schule der Sinne" - eine Anleitung zur MuBe für die Windstilie der Seele" - von zauberhaften Vogelweisen über musikalische Wasserkristalle zu den meditativen Lichtspielen von James Turrell. Mit ihm láuten wir auch den Salzburger Kunstsommer ein, der von Mahjong auf dem Mönchsberg" bis zu Stephan Balkenhol am Kapitelplatz" reicht. Möge alsó die Lust an der Auseinandersetzung - jener Geist von Max Reinhardt, den der neue Schauspieldirektor, Thomas Oberender, mit der Wiedereröffnung von Schloss Leopoldskron für die Festspiele reanimiert ... möge diese Freude an der Begegnung Ihren Sommer beflügeln. Unser Sálon soll dafür ein Auftakt sein. Uta Gruenberger
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