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Reisen durch RumánienVon Evi MelasDas bronzene Denkmal für Mihai Viteazul (Michael der Tapfere; Abb. i) steht schrág gegenüber vom Intercontinental-Hotel, vor dem Hauptgebáude der Bukarester Univer-sitát, in der Nahe des Kilometersteins Null. Der walachische Fürst sitzt hoch zu Röfi, eine Zobelmütze auf dem Kopf, den Blick in die Weite gerichtet, auf die drei Landesteile Walachei, Moldau und Transsilvanien (Siebenbürgen), die er wáhrend eines kurzen Jah-res (1599/1600) zum ersten Mai unter seinem Zepter vereinigte. Bronzene Wappen schmücken den Sockel des Denkmals: der walachische Adler mit einem Kreuz im Schna-bel, der moldauische Auerochse mit einem Kreuz zwischen den Hörnern, die gekrönten Hügel Transsilvaniens (Siebenbürgens) zwischen Mond und Sonne.Mir fíel auf, dal? Mihai Viteazul ausgerechnet beim Kilometerstein Null seinen Platz gefunden hat, am Ausgangspunkt aller weifien Kilometersteine, die das rumanische Staatsgebiet durchziehen, als ob sie seine Vision untermauern sollten. Dieser Fürst wird in Rumanien als Vorkámpfer der nationalen Einheit gefeiert, die etappenweise erst im 19. und 20. Jahrhundert verwirklicht werden konnte.Vielfáltig wie das Leben in den einzelnen Landesteilen waren und sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Ein unübersehbarer Ge-gensatz besteht zum Beispiel zwischen den ernsten Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen aus dem 16. Jahrhundert (Umschlagrückseite; Farbt. III; Abb. 90-92) und den in allén Regenbogenfarben schillernden moldauischen Klosterkirchen aus derselben Zeit (Farbt. XVII ff.; Abb. 114 ff.). Gerade in dieser Vielfalt liegt für mich die Anziehungs-kraft Rumániens.Die starksten Eindrücke wáhrend einer Rumánienreise empfangt man aufierhalb der Stadte, in der grofiartigen Landschaft, die den Rahmen für sakrale und profáné Bauten bildet.Wenn ich, wie der Guide Bleu, Sterne zu verteilen hatte, würde ich drei Sterne geben: den Klosterkirchen Humor, Arbore, Voronef (Abb. 114; Farbt. XVII; Abb. 117), den Kirchen in Curtea de Argef (Abb. 72, 74), den Klöstern Hurez und Neam\ (Abb. 64 ff., 105), den Kirchen Fundenii Doamnei in Bukarest, Trei lerarhi in lafi und St. Michael in Cluj (Abb. 34, 128), der Kirchenburg Prejmer/Tartlau (Abb. 92), den Schlössern Mogo$oaia und Hunedoara (Abb. 32f., 78, 79). Für landschaftliche Schönheit würden