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Übersicht Rügen ist die gröftte und auch schönste Insel der Deutschen Demokratischen Republik, wenngleich sie seit 1936 durch den Rü-gendamm mit dem Festland verbunden ist. Die gesamte Insel bildet — zusammen mit Hiddensee — zugleich den Kreis Rügen, der mit 973 km2 zu den gröfcten der DDR záhlt. Abgetrennt durch den an seinen engsten Stellen nur einen Kilometer breiten Strelasund, schiebt sich die Insel weit nach Norden vor und trennt die westlichen Teile unserer Ostseeküste von denen der Oderbucht. Die stark zerlappte Insel...
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Übersicht Rügen ist die gröftte und auch schönste Insel der Deutschen Demokratischen Republik, wenngleich sie seit 1936 durch den Rü-gendamm mit dem Festland verbunden ist. Die gesamte Insel bildet — zusammen mit Hiddensee — zugleich den Kreis Rügen, der mit 973 km2 zu den gröfcten der DDR záhlt. Abgetrennt durch den an seinen engsten Stellen nur einen Kilometer breiten Strelasund, schiebt sich die Insel weit nach Norden vor und trennt die westlichen Teile unserer Ostseeküste von denen der Oderbucht. Die stark zerlappte Insel besteht aus Insel-kemen, die gröfctenteils aus pleistozánen Ablagerungen, aber auch aus álterem Ge-stein (Kreide, rund 80 Miit. Jahre alt)gebildet werden. Sie zeichnen sich durch welliges Gelánde aus. Zwischen ihnen liegen Neh-rungen und Haken, die die Inselkerne mit-einander verbinden und vorwiegend holozá-nen Ursprungs sind, alsó geologisch jünger. Wie der gröfcte Teil des Nordens der DDR ist auch Rügen in der Weichselkaltzeit des Pleistozáns geprágt worden. Die von dem Gletscher abgesetzten Moránen, besonders die bei lángerem Stillstand des Eisrandes abgelagerten Endmoránen bilden hohe Wálle, wie sie im Rugard, in den Granitz-bergen und den Mönchguter Bergen an-zutreffen sind. Eine Besonderheit anderer Art sind die in die rügensche Kreide eingelagerten Feuerstein-bánke. Vom Meer ausgewaschen und an manchen Küstenabschnitten in grofcen Mengen abgelagert, gehören sie zu den Eigenarten des rügenschen Strandes. Auf der Schaabe und der Schmalen Heide kommen sie landeinwárts in langen Wállen vor und sind dort offensichtlich vor langer Zeit bei gröfceren Sturmfluten abgesetzt worden. Aus den Grundmoránen entwickel-ten sich die guten Ackerböden der Insel, vorwiegend im mittleren und westlichen Teil. Die Steilküsten auf Wittow, Jasmund, der Granitz und Mönchgut unterlagen und unter-liegen stárkerer Abtragung und sind teil-weise mit Schutzbauten (Nordperd) ge-sichert. Das abgetragene Material wird vom Meer verfrachtet (Strandversetzung) und im Strömungsschatten wieder abgesetzt, so dafc Nehrungen (Schmale Heide, Schaabe, Grofcer Strand) und Haken (Thiessower Haken) gebildet werden, ein Vorgang, der auch heute noch weiterwirkt und besonders nach jeder Sturmflut und den damit ver-bundenen Küstenabbrüchen beobachtet werden kann. Den Kern der Insel bildet das „Muttland" um Bergen, Putbus, Garz, Gingst. Diesem schliefcen sich, teils durch Bodden und Wieken getrennt, die Halbinseln an: das fast waldlose Wittow im Norden mit dem nördlichsten Ort der DDR, Putgarten, das wegen seines Kreidereichtums berühmte Jasmund im Nordosten mit dem bekannten Königsstuhl im Stubnitzwald, im Osten die waldreichen Halbinseln Granitz mit Binz und Sellin und Mönchgut mit Baabe, Göhren, Thiessow. Weniger bekannt und besucht ist die Halbinsel Zudar im Süden Rügens. West-lich vorgelagert ist die durch eine Brücke mit Rügen verbundene Insel Ummanz. Die höchste Erhebung der Insel ist der 161 m hohe Piekberg bei Hagen auf Jasmund, der Trenzer Berg nördlichSafcnitzerreicht148m, der Königsstuhl, unmittelbar an der Küste, 119m. Der Rugard bei Bergen ist dagegen nur 91 m hoch. Wáhrend der West- und Südteil der Insel vorwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, konzentriert sich der Touristenverkehran der landschaftlich reizvollen und waldreichen Ostküste. Die gröfcten Wálder sind der Schaabe-Wald, die Stubnitz, die Wálder der Schmalen Heide, die Granitz und die Baaber Heide bei Göhren/Baabe. Zu den bedeutendsten Wál-dern im Inneren der Insel gehören der Forst Werder, der Pansevitzer und der Ralswieker Forst. Reich ist die Tierwelt Rügens, besonders die der Vögel. Zahlreiche kleine, abseits ge-legene Inseln mit ihren versumpften und bewachsenen Ufern bieten den Tieren die Möglichkeit, ungestörtzu brüten. Besonders geeignet dafür sind die Boddenlandschaften. Die Übersicht über die Naturschutzgebiete im Anhang des Atlasses gibt einen Einblick. In der Pflanzenwelt wechseln herrliche Rot-buchenwálder auf den Inselkernen mit den Kiefemwáldern der Heidegebiete auf den Nehrungen. Eindrucksvoll ist der Ausblick vom Rugard über die Insel. Wie ein grofcer Park mit Seen, Hügeln, Feldern breitet sich das Land aus, über das am Sommerhimmel grofte weifce Wolken dahinsegeln und wo am fernen Horizont die hohen Türme Stralsunds noch sichtbar sind.

Termékadatok

Cím: Rügen [antikvár]
Szerző: Hans Oehler Herbert Ewe
Kiadó: VEB Tourist Verlag
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 150 mm x 200 mm
Hans Oehler művei
Herbert Ewe művei
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