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Die Spur des Wüstenfuchses
Es ist der 18. Mai 1944. Bei der Abend-Lagebesprechung wird Hitler gemeldet, daß an der stark befestigten französischen Küste in der Nacht zwei feindliche Spionageeinsätze stattgefunden haben. An einem Ort in der Nähe von Calais haben deutsche Truppen nach einem Schußwechsel ein Blitzlicht sowie Spaten und Taschenlampen gefunden. Außerdem sind" in der breiten Flußmündung der Somme zwei englische Offiziere gefangengenommen worden. »Sie sind mit einem Schlauchboot hineingefahren«, berichtet General Alfred Jodl, der Chef des Wehrmachtsführungsstabes, »und nach bisherigen Vernehmungen durch ein englisches Schnellboot abgesetzt worden.«
Der Schauplatz verlagert sich nun in ein französisches Schloß, das, gegen einen steilen Felsen gebaut, auf das Seinetal herabschaut. Zwei Tage sind vergangen. Ein kleiner deutscher Stabswagen biegt in die Einfahrt ein und hält vor dem Schloß. Zwei Soldaten steigen aus dem Wagen, noch steif von der 250 Kilometer langen Fahrt von der Kanalküste hierher. Sie helfen zwei anderen Männern, die mit Handschellen gefesselt und deren Augen verbunden sind, aus dem Fahrzeug. Die beiden Gefangenen tragen keine Rangabzeichen, aber man kann noch deutlich erkennen, wo an ihrer Khaki-Uniform das purpurrote Abzeichen der Combined Operations und das schmale Schulterstück des Special Service abgetrennt worden sind. Sie gehören zu einem britischen Kommandotrupp. Ihre Augenbinde wird entfernt; blinzelnd stehen sie in der Sonne. Ihre Gesichter sind eisern und verbissen, denn die beiden kennen Hitlers Befehl, alle Angehörigen von Kommandotrupps der Gestapo auszuliefern und standrechtlich zu erschießen.
Sie werden in eine Zelle geschoben, wo sie Tee und belegte Brote vorfinden. Einer der beiden, Leutnant Roy Wooldridge, verweigert schroff jede Aussage. Der andere, Leutnant George Lane, ist weniger zugeknöpft. Er wird zu Oberst Hans-Georg von Tempelhoff gebracht. Tempelhoff, ein stattlicher blonder Mann von verbindlichem Wesen, steht auf und reicht ihm die Hand. »Es muß jetzt sehr schön sein in
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