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1. Kapitel
Robinson verläßt das Elternhaus
Man schrieb das Jahr 1632, als in der Stadt York in England der Held dieser abenteuerlichen Geschichte geboren wurde. Sein Vater, der eigentlich Kreutzner hieß, stammte aus Bremen und war in jungen Jahren nach England ausgewandert. Zuerst hatte er sich als Kaufmann in Hull niedergelassen, wo er es durch Fleiß und Tüchtigkeit zu einem schönen Vermögen gebracht hatte. Den Namen Kreutzner verstümmelten die Engländer, weil sie ihn nicht aussprechen konnten. Sie machten Crusoe daraus. Später war Vater Kreutzner nach York gezogen und hatte dort geheiratet. Seine Frau war die Tochter der geachteten und wohlhabenden Eheleute Robinson. Kreutzners Kinder verbanden den veränderten Namen des Vaters mit dem englischen Familiennamen der Mutter und nannten sich Robinson-Crusoe.
Der Held unserer Erzählung, den wir kurz Robinson nennen wollen, hatte noch zwei ältere Brüder. Der eine von ihnen war ein hoher Offizier in der englischen Armee gewesen und in der Schlacht bei Dünkirchen gefallen. Der zweite hatte sich eines Tages auf und davon gemacht. Niemand wußte, was aus ihm geworden war.
Robinson war also den Eltern noch als letzter Sohn geblieben. Sein Vater Ueß ihn gute Schulen besuchen, er wollte einen Rechtsgelehrten aus ihm machen. Aber danach stand des Jungen Sinn nicht. Er kannte nur einen Gedanken, nämUch Seemann zu werden. Mit diesem Plane waren jedoch Vater und Mutter keineswegs einverstanden. Allein, aU ihre Bitten und Mahnungen waren vergebens, der Junge beharrte auf seinem Wunsche. Es war gerade, als wenn ein unwiderstehlicher Drang Robinson schnurstracks ins Elend triebe, sagte der Vater bekümmert.
Eines Morgens heß der Vater, der krank zu Bett lag, Robinson zu sich ins Zimmer kommen.