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RHODOS GESCHICHTE DER INSEL UND DER STADT Rhodos tritt in die Kulturgesdiidite der Alten Welt mit einem wunderbaren Hymnus, dem 7. olympischen Siegeslied, ein. Pindar, der bekannteste Dichter solcher Preislieder, sdiuf es, als er um 464 den Jalysier Diagoras wegen seines glanzvollen Sieges in Olympia verherrlichte. Freilich war Rhodos schon 10 Jahrhunderte früher in die politische Geschichte der Ägäis eingetreten, als die ersten Ansiedler von Kreta an der Westküste der Insel in der Nähe des heutigen Dorfes Trianta ankamen, ihre...
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RHODOS GESCHICHTE DER INSEL UND DER STADT Rhodos tritt in die Kulturgesdiidite der Alten Welt mit einem wunderbaren Hymnus, dem 7. olympischen Siegeslied, ein. Pindar, der bekannteste Dichter solcher Preislieder, sdiuf es, als er um 464 den Jalysier Diagoras wegen seines glanzvollen Sieges in Olympia verherrlichte. Freilich war Rhodos schon 10 Jahrhunderte früher in die politische Geschichte der Ägäis eingetreten, als die ersten Ansiedler von Kreta an der Westküste der Insel in der Nähe des heutigen Dorfes Trianta ankamen, ihre Häuser bauten und getreu ihrem „minoischen" Bluterbe ein friedliches Leben führten. Etwa um 1400 v. Chr. kamen als neue Siedler die Achäer von der Peloponnes und fanden in den Minoern friedliebende Nachbarn. Jedoch waren die Adiäer ein unruhiges Element, kriegerisdie und kühne Seeleute. So sehen wir sie etwa um 1300 V. Chr. im Besitz der Herrschaft nidit nur über die ganze Insel, sondern audi über benachbarte und einige entferntere Gebiete in Kleinasien. Sie erbauten im heutigen Philerimos eine starke Zwingburg — die Nadiwelt nannte sie Achaia — und nahmen mit ihrem mutigen Führer Tlepolemos am trojanisdien Krieg teil. Die poli-tisdie Ordnung der Ägäis wurde damals ersdiüttert; ein allgemeiner Umsturz war die Folge. In jener Zeit fiel in einem der homerisdien Einzelkämpfe auch Tlepolemos, der König der Rhodier, Sohn des Herakles — einst wegen eines gegen seinen Willen begangenen Mordes aus der Argolis geflohen. In der „dorisdien" Epodie, die etwa im 11. Jh. v. Chr. beginnt, kamen wieder Pelo-ponnesier nach Rhodos und ließen sidi in den drei ansdieinend sdion von den Adiäem gegründeten Städten Lindos, lalysos und Kamiros nieder. Die Ausgrabungen ergaben genügend Zeugnisse des Lebens in Rhodos in jenen dunklen Zeiten, die später die Historiker die Jahre des griechisdien Mittelalters nannten. Es ist die geometrische Epodie, die ihren Namen nadi den Verzierungslinien der Gefäße, den Dreiedcen, Kreisen, Rhomben und Mäandern trägt. Gerade um diese Zeit steht der Orient auf einem kulturellen Höhepunkt und verbreitet seine Zivilisation. Sie versetzt die armen Griechen in Erstaunen, wenn sie in dessen Häfen ankommen. Kolossale Tempel, große Reliefs und rundplastisdie Werke, mit Gold-bledi überzogene Dekorationen in den Palästen, golddurdiwobene Stidcereien und reiche Tapeten, Silberzeug und Goldwaren künden die Praditliebe der Könige und Satrapen, während sie träge den Luxus und Reiditum genießen, den ihnen das fruditbare Land und ihre theokratisdie Herrschaft sichert. Staunend, wie Kinder vor einem märdienhaften Zauber, erblicken die Griechen diese Pracht und bemühen sidi, über dem für sie fremden Prunk des Orients ihre eigene Art, geprägt von der Fähigkeit, der Not tapfer zu begegnen und stets kluge Besonnenheit zu wahren, nidit zu vergessen. Bei ihrer Rüdekehr nadi Hause tragen sie die Erinnerung an den Osten in sidi, trachten jedoch danach, mit harter Arbeit, maßvoller Zucht und ihrer „Aret^" (Tüchtigkeit) einen gleidiwertigen Kosmos zu sdiaffen, der allerdings nidit durdi den Reiditum der Erde und durdi den Regen des Himmels ge-wadisen ist, sondern durch ihren eigenen inneren Reichtum. Deshalb entwidcelt sidi ihre Kultur als eine, die den Mensdien zum Mittelpunkt hat. Rhodos empfängt — so nah dem Orient — mit am frühesten dessen Botschaft und bleibt bis zum 6. Jh. v. Chr. — wenn wir Zypern aussdiließen — die erste Station nach Griedienland und die letzte zum Osten hin. Ägyptisdie, phönikische und an-

Termékadatok

Cím: Rhodos [antikvár]
Szerző: Gregorios Konstantinopoulos
Kiadó: Verlag Schnell & Steiner
Kötés: Fűzött papírkötés
ISBN: 3795405580
Méret: 170 mm x 240 mm
Gregorios Konstantinopoulos művei
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