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»Wir könnten die Sache natürlich auch auf dem Dach des RCA-Hauses drehen«, sagte Daisy, während sie die Brüstung mit dem hohen eisernen Schutzgitter entlangging, das Selbstmordkandidaten abhalten sollte. »Die machen nicht halb so viele Schwierigkeiten wie ihr vom Empire State Building.« Sie deutete verächtlich nach hinten. »Bedenken Sie doch, Mr. Jones — wenn wir nicht genau den Blick von hier oben haben, sieht das Ganze einfach nicht nach New York aus!«
Starr vor Entsetzen sah der Uniformierte, wie Daisy plötzlich hochsprang, mit einer Hand den oberen Rand des Gitters faßte und sich hochzog. Mit der anderen Hand nahm sie ihre Matrosenmütze ab, unter der sie ihr Haar verstaut hatte. Die Brise fuhr in die silberblonde Masse und teilte sie in Millionen schimmernder Fäden.
»Kommen Sie sofort herunter. Miß«, flehte der Aufseher der Aussichtsterrasse, »ich habe Ihnen doch gesagt, daß das nicht erlaubt ist.«
»Ich versuche ja nur, Ihnen zu zeigen, was wir eigentlich wollen«, beharrte Daisy. »Wir wollen eine Reklame für Haarspray drehen — und bitte sehr, können Sie sich einen Werbespot über Haarspray vorstellen, ohne daß der Wind durch die Haare bläst? Wenn alles nur so öde herunterhängt wie ein Vorhang, dann ist das doch furchtbar langweilig. Nein, Wind muß sein, Mr. Jones.«
Der uniformierte Aufseher blickte verzweifelt, aber doch auch bewundernd zu ihr hoch. Sie war ihm nicht geheuer. Sie war jung und schöner als alles, was er bisher gesehen hatte, trug aber eine schäbige Baseballjacke mit dem Aufdruck der längst nicht mehr existierenden »Brooklyn Dodgers« auf dem Rücken, dazu eine Marinehose und verschmutzte Tennisschuhe. Er war durchaus kein Romantiker, aber alles an ihr machte ihn