Bővebb ismertető
VORWORTWie das meiste, was idi je geschrieben habe, zuerst gesprochen worden ist, so ist auch dieser Versuch, die priesterliche Existenz zu umreifíen, aus einem Vortrag, der mir abverlangt wurde, entstan-den, einem Vortrag, der, nachdem einmal das Problem gestellt und ausgesprochen war, mir selber keine Ruhe mehr liefi. Für das Ver-standnis dieser Schrift ist die Geschichte ihres Werdens nahezu der Schlüssel.Das Wiener Seelsorgeinstitut, das, in der ersten Nachkriegszeit gegründet, von Dr. Kari Rudolf klug und sicher durch allén Wogen-gang der Zeit seit fast dreiCig Jahren, vorbildlich für nahezu alle Diözesen Mitteleuropas, gesteuert wird, ist von jeher in seinen Seelsorgertagungen den Problemen einer zeitgerediten Seelsorge nadigegangen. Bald aber war man sich klar, dafí die Bewáltigung der Probleme und Aufgaben zuerst und zuletzt von den Seel-sorgern abhing. Warum tatén die einen mit, die anderen nicht? Was stand hinter der getreuen und der bedingten Gefolgschaft? Was stand hinter der Zurückhaltung und hinter der Kritik? Warum war es immer wieder nötig, auch selbstverstándlichste Anregungen unter Nadihilfe des kirchlichen Amtes durchzusetzen? Stand hinter der Vielfalt des Verhaltens eine Vielgestalt der Priester? Worin liegt diese begründet?Die Frage nadh dem Priester als Seelsorger war gestellt. Man versuchte zuerst und das war naheliegend die versdiiedene Haltung zu seelsorglichen Aufgaben aus dem verschiedenen Grade der theologischen und dem verschiedenen Mafie der aszetischen und religiösen Bildung zu erkláren. Ein Rest blieb aber ungeklárt.Konnte die Charakterologie darüber Auskunft geben? Wir hör-ten zuerst von einem, der sich ein halbes Leben lang mit ihr befafít hatte (Professor Dr. Liener), eine Aufstellung von Priestertypen es war anfangs der Vierzigerjahre nach dem Buche von L. F. Clauft Rasse und Seele" (München 1940, 74. 80. Tausend). Es