Bővebb ismertető
Vorwort Es ist etwa 25 Jahre her, ssit Heyrovsky die analytísche Verwertbarkeit der Quecksilbertropfelektrode entdeckt und damit die „Polarographie" begründet hat. Zwar sind schon zu Beginn des Jahrhunderls im Nernst'schen Institut Diffuslonsströme mit der rotierenden Platinelektrode untersucht worden, und ist dort auch von Fresenius deren analytische Verwendbarkeit geprüft worden, jedoch mit einem negativen Ergebnis. Erst die Tropfelektrode mit ihrer standig sich erneuernden und daher autóm atis:h sauberen Oberflache hat sich als brauchbar erwiesen. Von Heyrovsky und seiner Schule sind auch die wichtigsten Grundlagenin praktis;her wie in theoretissher Hinsicht geschaffen worden, S3 daB in einem seltenen Umfang ein neues Gebiet als das Werk e i n e s Mannes erstanden ist. Erst in einer zweiten Phase der Entwieklung habén sich dann in steigendem MaBe Forscher aller Völker der Polarographie zugewandt. Es liegen heute bereits über 2000 Veröffentlichungen, die dieses Gebiet betreffen, vor. Ali diese Arbeiten konzentrieren ihr Augenmerk auf einen eigenartigen Punkt, námlich auf das winzige Quecksilbertröpfchen der Tropfelektrode und die Vorgange an sainer Oberflache. Dieses Tröpfchen - klein wie ein Senfkorn und kurzlebig wie die Sekunde- ist die Welt, in die ihm zu folgen der Verfasser den Lessr einládt. Im Jahre 1989 habén wir zu dritt den Grundstein zu diesem Buch gelegt: Dr. K. S c h w a r z (in Firma Leybol d's Nachf., Köln), Prof. H. J. Antweiler und der Unterzeichnende. Gsmeinsam sollte ans Werk gegangen werden. Aber schon sofort muBte einer von uns aussoheiden: Antweiler wurde einberufen. Ihm verdankt die Polarographie wessntliche Einblicke in die Welt des kleinen Tropfens. Er hatte gezeigt, daB auch in dieser WTelt lieftige Stürrne tőben können. Spater hat Antweiler beratend bei der Bearbeitung dieses Buches mithelfen können, wofür ihm auch an dieser Stelle gedankt sei. Als zweiter schied Kari Schwarz aus: Er fiel zusammen mit seiner Frau einer der ersten Fliegerbomben, die auf Köln fielen, zum Opfer. Die ganze Tragik deL Krieges war in unssre kleine Gemeinschaft eingebroclien. Die nun von einem alléin durchzuführende Arbeit war schlieBlieh in 4 Jahren fertig. Mittlerweile hatte sich der Krieg zu einem Dámon entwickelt. Unter schon groBen Schwierigkeiten gelang es, den Satz des Buches in Leipzig fertigzustellen. Aber alles wurde durch einen Fliegerangriff vernichtet. Erhalten blieben zwei Korrekturabzüge. Unter noch gröBeren Schwierigkeiten wurde der Druck aufs neue in Bonn bei der Universitátsbuchdruckerei Scheur begonnen. Auch diese ,,zweite Auflage" wurde durch den Fliegerangriff ara 18. Október 1944 vernichtet.