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Vorwort. Ewig Dauerndes zu verflößen in sein irdisches Tagewerk, das Unvergängliche im Zeitlichen selbst zu pflanzen das war das heilige Wollen, das Fichtes Reden an die deutsche Nation" emportrug. Wohl war seine Weltanschauung ein künstliches Denkgebilde, aber wieder bewährte es sich, daß der Idealismus des abstrakten Denkers im Grunde die lebendigste und wirkungsvollste Lebens-macht ist. Sein reiner Glaube an die ewigen Werte ergriff die tiefste Seele des Volkes: in diesen Tagen ist es nun grade hundert Jahre her.Bald kamen andere Zeiten. Der Glaube an den Geist erschien bald als ohnmächtige Philosophenschrulle. Die Naturwissenschaft rüstete sich zu ihrem Triumphzug. Der leblose Stoff und das Leben sollten erklärt und bemeistert werden. Entdeckungen und Erfindungen überstürzten sich, und die erfolgreiche Methode des Naturforschers ergriff schließlich auch das seelische Geschehen und das Gesellschaftsgetriebe. Aus Elementen und Gesetzen, physischen und psychischen, setzte sich die einzige Weit zusammen, die man keimen wollte; es war die Welt der Dinge, die Welt der Tatsachen, und alle Welträtsel" lagen in ihr.Längsam aber begann eine neue Wandlung. Die Wissenschaften selbst drängten zur Prüfung der Grundvoraussetzungen und lenkten so zurück zur Erkenntnisfrage, ziu- Frage nach dem Wert der wissenschaftlichen Behauptung. Man wurde der Anhäufung bloßer Tatsachen müde; man fühlte langsam, daß bloßes Wissen und Können weder Weltanschauung noch Lebensauffassung gewährt, daß all unser Hasten doch schließlich ziellos geworden, daß dem Zersplitterten die Einheit fehlt. Man begann wieder nach Sinn und Bedeutung zu fragen; durch die Welt der Dinge schimmerte erst schwach, dann klarer die Welt der Werte.So ist in den letzten Jahren die Philosophie wieder neu erwacht; der Begriff des Wertes steht wieder im Vordergrund. Mit bloßer Umwertung der Werte ist freilich wenig getan, bis nicht