Bővebb ismertető
Vorrede
Das Buch faßt zwei im Abstand von sieben Jahren geschriebene Studien mit einer Einleitung zusammen. Aufbau und Charakter des Ganzen mögen einige erklärende Worte rechtfertigen. 1938 veröffentlichte der Autor in der »Zeitschrift für Sozial-forsdiung« eine Abhandlung »Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens«. Ihre Absicht war, den Wedisel der Funktion von Musik heute darzustellen; die inneren Veränderungen nachzuweisen, welche die musikalischen Phänomene als solche durch ihre Einordnung in die kommerzialisierte Massenproduktion erleiden, und zugleich zu bezeichnen, wie gewisse anthropologische Verschiebungen in der standardisierten Gesellschaft bis in die Struktur des musikaiisdien Hörens hinein reichen. Damals bereits plante der Autor, den Stand des Komponierens selber, der allemal über den der Musik entscheidet, in die dialektische Behandlung hineinzuziehen. Ihm stand die Gewalt der gesellschaftlichen Totalität auch in scheinbar abgeleiteten Bereichen wie dem musikalischen vor Augen. Er konnte sich nicht darüber täuschen, daß die Kunst, an der er geschult war, noch in ihrer reinen und kompromißlosen Gestalt nicht von der allherrschenden Verdinglichung ausgenommen ist, sondern gerade im Bestreben, ihre Integrität zu verteidigen, aus sich heraus Charaktere des gleichen Wesens hervorbringt, dem sie widerstrebt. Es ging ihm darum, die objektiven Antinomien zu erkennen, in welche Kunst, die ihrem eigenen Anspruch wahrhaft die Treue hält, ohne auf die Wirkung zu blicken, inmitten der heteronomen Wirklichkeit notwendig sich verfängt, und die nidit anders zu überwinden sind, als wenn sie illusionslos bis zum Ende ausgetragen werden.
Aus solchen Vorstellungen entstand die Arbeit über Schönberg, die erst 1940-41 ausgeführt wurde. Sie blieb damals unveröffentlicht und war, außerhalb des engsten Kreises des Instituts