Bővebb ismertető
vorwort
Die folgenden Untersuchungen drehen sich um die Methodologie der Kunstgeschichte und somit um Probleme des historischen Denkens. Sie erörtern die Frage, was die Kunstgeschichte als Wissenschaft zu leisten fähig ist, und worin die Mittel und die Grenzen ihrer Leistungen bestehen. Sie enthalten geschichtsphilosophische Überlegungen, doch keine Geschichtsphilosophie im Sinne einer universalgeschichtlichen Konstruktion, einer Geschichtslogik oder einer Geschichtsprognose, d. h. keinen Versuch, den Geschichtsprozeß von einer höheren Idee abzuleiten oder alles Vergangene und Zukünftige auf ein einheitliches Schema zu bringen. In dieser Beziehung bleiben sie den Grundsätzen, die für meine „Sozialgeschichte der Kunst und Literatur" (1953) maßgebend waren, durchaus treu. Der Gesichtspunkt und die Form der Darlegung haben sich indessen vollkommen verändert. Dort war die Methode eine beschreibende, und ich suchte, die theoretischen Voraussetzungen des gewählten Standpunktes und der festgestellten Zusammenhänge in der Darstellung und Deutung der geschichtlichen Erscheinungen restlos aufgehen zu lassen. Dem Leser war zur Aufgabe gemacht, die Denkkategorien, in denen die Interpretation sich bewegte, selbst festzustellen und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Ich nahm geflissentlich Abstand davon, das Buch mit einleitenden Bemerkungen zu versehen, die den Leser über die verfolgten Ziele und die angewandte Methode unmittelbar unterrichtet hätten. Die vorliegende Arbeit ist gewissermaßen ein Ersatz für die damals ungeschrieben gebliebene Einleitung. Hier werden die philosophischen Voraussetzungen des kunstgeschichtlichen