Bővebb ismertető
VorbemerkungNach den Vorgaben des Lehrplans soll der Unterricht in Philosophie eine die einzelnen Fächer integrierende Orientierung bieten und eine fundierte Auseinandersetzung mit Grundfragen des Lebens ermöglichen. Diese Grundforderung hat schon die erste Fassung dieses Philosophiebuches erfüllt. Deswegen wurde in der vorliegenden Neubearbeitung die grundsätzliche Konzeption beibehalten. Um dem neuen Lehrplan im Pflichtbereich gerecht zu werden, waren allerdings einige Ergänzungen notwendig, die in die vorhandenen Kapitel so eingefügt wurden, daß der gedankliche Zusammenhang gewahrt blieb. Vom Umfang her sind dabei vor allem die Bereiche Einführung, Wahrheit und das Problem des Todes betroffen. Die Themengebiete, die der Lehrplan zur Wahl stellt (Ästhetik, Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Rechts- und Staatsphilosophie, Naturphilosophie und Religionsphilosophie), wurden gesondert in eigenen Kapiteln hinzugefügt. Aber auch hier leitete die Autoren das Grundkonzept des Buches, einen gedanklichen Zusammenhang zu wahren und der Zersplitterung der bloß additiven Zusammenstellung disparater Problemfelder zu entgehen. So stellen insbesondere die Teile zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie und Staats- und Rechtsphilosophie zwar in sich geschlossene Abschnitte dar, verweisen aber auch auf Ihre enge Verbindung zu dem übrigen Kontext des Buches. Dies soll dazu beitragen, selbst bei der Behandlung von spezielleren Problemen den Zusammenhang zum Ganzen im Auge zu behalten. Die jeweiligen Problemfelder sind so gewählt, daß sowohl ein Anknüpfen an der philosophischen Tradition als auch ein Hinführen zur gegenwärtigen philosophischen Auseinandersetzung möglich ist, Damit will das Buch den Forderungen des Lehrplans, daß in die spezifischen Formen des philosophischen Argumentierens unter Bedachtnahme auf ihre Traditionen eingeführt werden soll, gerecht werden. Den Autoren kommt es darauf an, wichtige Texte zu präsentleren und durch die Anordnung und Kommentierung einerseits zu orientieren, andererseits eigene Problemstellungen zu provozieren. Die Fülle des Materials macht es von vornherein unmöglich, alles gleichermaßen intensiv zu behandeln. Je nach Unterrichtssituation müssen die Akzente gesetzt werden. Manche Texte sind schwierig und erfordern eine sorgfältige Ausein-andersetzung in der Unterrichtsstunde mit entsprechenden Hilfen der Lehrkraft, manches eignet sich zur selbständigen Erarbeitung. Die Autoren halten es für problematisch, wenn ein Lehrbuch möglichst viele Fragen vorgibt, welche an die Texte zu richten wären. Das Entwickeln eigener Fragen gehört zu dem Kostbarsten des Philosophierens. Das Buch will nicht zu viele Fragen vorwegnehmen. Es präsentiert die Texte so, daß Fragen und Probleme zugänglich werden, und zwar auf einem Niveau, das der großen Tradition der Philosophie entspricht und zu fruchtbarer argumentativer Auseinandersetzung Innerhalb des Unterrichts führen kann. Die Textbeispiele entstammen zwar grundsätzlich den wichtigsten Werken großer Philosophen, aber auch literarische Texte wurden aufgenommen. Sie wollen ebenso wie das reichhaltige Bildmaterial, das nicht nur der Dekoration dient, besondere Denkanstöße und Gesprächsanlässe vermitteln und auch Anreize zum fächerübergreifenden Unterricht geben. Die Bewegungen in der Kunst sind eng mit den philosophischen Auseinandersetzungen verbunden - sie lenken oftmals sogar den Blick auf Dinge, auf die das begriffliche Denken von sich aus nicht gekommen wäre. Mitunter sind die Bilder deshalb auch als Provokation angelegt - sie öffnen das, was eine philosophische Problemlösung abschließen wollte. Auf dieses Spiel muß sich jeder selbst einlassen. Es widerspräche der Absicht der Kunst, hier eine jeweils richtige Zugangsweise oder Zuordnung vorzuschreiben. Es liegt durchaus in der Absicht der Autoren, wenn im Wechselspiel zwischen Kunst und Philosophie auch Dinge entdeckt werden, an die sie selbst bei der Zusammenstellung nicht gedacht haben.Aber nicht nur mit der Kunst und Literatur soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit angeregt werden. Die Kapitel zur Geschichts-, Rechts-, Natur-und Religionsphilosophie verweisen auf Möglichkeiten, mit den entsprechenden Fächern zusammenzuarbeiten.Texte, die den Fluß der Darstellung in den einzelnen Kapiteln eher unterbrochen hätten, aber doch für den Problembereich sehr aussagekräftig erscheinen, wurden in die Textsammlung im Anhang aufgenommen. Register und Literaturverzeichnis sollen die selbständige Arbeit erleichtern. Nicht immer konnten in den Text selbst Querverweise aufgenommen werden.