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Vorwort
Daß dieses Buch als ein Band in der Reihe »Das Wissen der Gegenwart« erscheint, bedeutet nicht, daß es nur die Philosophie der Gegenwart behandelt. Es will eine allgemeine »Einführung in die Philosophie« sein, wie ich sie seit Jahren an der Universität vortrug. Die Aufgabe war, philosophische Hauptprobleme zu entwickeln, so wie sie sich uns heute, nach dem Abbau philosophischer Schultradition, nach der Ernüchterung des Denkens durch die Wissenschaften, neu stellen. Aber Philosophie ist ein Kontinuum. Späteres bleibt auf Früheres bezogen, dieses erhellt sich aus jenem. Daher waren auch grundsätzliche geschichtliche Positionen einzubeziehen, soweit sie für jetzige Systematik denkwürdig oder integrierbar bleiben.
Zwischen der Forderung, Philosophie in der Vielseitigkeit ihrer Thematik vorzustellen, und der, einige Themen gründlicher zu behandeln, galt es die Mitte zu finden. Insbesondere mußte aus den »philosophischen Disziplinen« eine Auswahl getroffen werden. Für Logik, Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie, Philosophie der Mathematik, aber auch für Religionsphilosophie, Rechtsphilosophie, Staats- und Sozialphilosophie, philosophische Prinzipien der Psychologie, Philosophie der Technik und wcfiterer Teilgebiete sei auf andere Zusammenfassungen verwiesen.
Der Gebrauch philosophischer »Fachsprache« ließ sich nicht ganz vermeiden. Termini sind im Anhang erklärt. Angestrebt wurde Verständlichkeit ohne zu starke Vereinfachung. Das Buch will dem Studierenden eine Starthilfe, dem Außenstehenden einen Uberblick geben.
Zu danken habe ich den ersten Lesern des Manuskripts, Heinrich Weiss und Klaus-Jürgen Grundner, die durch ihre Anregungen wesentlich zur klareren Gestaltung beitrugen.