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Geographische Grundlagen: Das Pariser Becken
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Die französische Hauptstadt als unumstrittenes politisches, wirtschaftliches, finanzielles, geistiges und künstlerisches Zentrum der Nation verdankt ihre historisch gewachsene Bedeutung einer geographisch ausgezeichneten Lage. Auf diesen Mittelpunkt des zwischen Ärmelkanal und Vogesen riesig ausgedehnten Pariser Beckens sind sowohl vom geologischen Untergrund her als auch durch den Verlauf der überwiegend zur Seine hin entwässernden Flüsse Nordost- und Nordwestfrankreichs sämtliche den naturgegebenen Strukturen folgenden Wege ausgerichtet. Die Redewendung »alle Wege führen nach Paris«, obzwar in der Regel politisch gemeint, gilt also durchaus im wörtlichen Sinn. Diese Orientierung wurde während des Mittelalters, vor allem im 10. Jh., zu einem für die weitere Geschichte entscheidenden Vorteil, als wirtschaftliche Aufschwünge ganz unmittelbar von den günstig in den Tälern der Seine, Marne, Oise und Yonne ausgebauten Handelsstraßen abhängig waren. Das immer dichter geflochtene Straßennetz ermöglichte der vormals eher regional bedeutenden Stadt ihren Aufstieg zum wichtigsten Zentrum ganz Frankreichs.
Erheblichen Anteil hatte daran desgleichen der Güterverkehr auf der unterhalb der Marnemündung schiffbaren Seine - heute knüpfen die existentiell hart bedrängten Binnenschiffer ihren politisch wohl aussichtslosen Protest plakativ an diese historisch tragende Rolle.
Den meist über die Autobahn aus den östlichen Nachbarländern nach Paris reisenden Besuchern erscheint die Landschaft des gewaltigen Beckens oft als eintönig und langweilig. Die ortsfern im weiten Ackerland verlaufenden, stracks durch Hügelschwellen geführten und auf Dämmen oder Brückenpfeilern die Talmulden überquerenden Trassen vermitteln keinen Eindruck vom abwechslungsreichen Relief, dem beständigen Wechsel steiler Anstiege und sanfter Abfahrten zu den ebenen Geländeabschnitten, das sich modellhaft z.B. mit einem Satz ineinander-gestellter Teller unterschiedlichen Durchmessers vergleichen läßt. Im Osten prägt dieses Schichtstufenland das geographische Antlitz Lothringens und der Champagne,
Blick vom Eiffelturm auf das Palais de Chaillot; im Hintergrund La Défen.se