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VORWORT
Die Operations Research hat sich während des zweiten Weltkrieges entwickelt, aber ihre Wurzeln können sehr viel weiter zurückverfoigt werden. Während des ganzen Krieges waren ihre Verfechter i^tark mit laufenden Problemen beschäftigt. Sie konnten sich daher nicht einer gründlichen Analyse der Methodologie widmen, noch konnten sie Bücher verfassen, die den Weg für ihre Nachfolger geebnet hätten. Bis zu den SOiger Jahren, als die OR auch an den Universitäten als würdiges Stiidienobjekt Anerkennung fand, erschienen keine Bücher. Seitdem bieten eine große Anzahl von Schulen Kurse aller Art an, die bis zu akademischen Graden für OR führen. Es wurde auch erkannt, daß die OR für Studenten der Wirtschaftswissenschaften, des Management, der öffentlichen Verwaltung, der Verhaltensforschung, der Sozial Wissenschaften, der Mathematik und der Statistik und der vielen Zweige der Ingenieurwissenschaften mehr und mehr Bedeutung erlangt. Das ist nicht überraschend, versucht doch die OR eine systematische und rationale Behandlung von grundsätzlichen Problemen bei der Kontrolle von Systemen zu erreichen, indem Entscheidungen getroffen werden, die in einem gewissen Sinne die besten Ergebnisse unter Benutzung aller dafür wertvollen Informationen darstellen.
Seit der Mitte der SOiger Jahre sind eine große Anzahl von Lehrbüchern der OR erschienen. Sie reichen von Übersichten für die Hand des Geschäftsmannes (der wissen sollte, welche Hilfen er von der OR erwarten kann) bis zur gründlichen mathematischen Analyse von speziellen Problemen, die sowohl für den Spezialisten als auch für den Leser mit Hochschulbildung geeignet sind.
In der Folge gab es auch Bücher, die sieh mit der Analyse für einen großen Bereich von Problemen beschäftigen. In den meisten Fällen haben die Autoren das Schwergewicht mehr auf die Analyse der mathematischen Modelle als auf die Analyse des Problems gelegt. Das hatte zwei Konsequenzen. Erstens wird vom Leser im allgemeinen gefordert, daß er die vereinfachten Modelle, die in den Büchern dargestellt sind, auf die Wirklichkeit überträgt, in der nur wenige Probleme einfach sind und in der sich eine große Anzahl von praktischen Schwierigkeiten ergibt. Die Betonimg des analytischen Aspektes erfordert zweitens ein mathematisches Fundament, das viele Studenten nicht besitzen.
In diesem Buch versuchen wir, eine s-aubere mathematische Behandlung des Themas mit einer begrifflich orientierten qualitativen Darstellung in Einklang zu bringen. Denjenigen, die die GR in der Praxis anwenden wollen, hoffen wir