Bővebb ismertető
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Vorwort
Meine klinische Ausbildung an der Universität Erlangen beinhaltete wie üblich im wesentlichen die Diagnostik und Pharmakotherapie seltener Krankheitsbilder. Während einer dreijährigen Tätigkeit als studentische Lehrkraft im Anatomischen Institut bei Prof Johannes W. Rohen lernte ich erstmals, über die rein morphologische Sicht in der Anatomie hinaus auch die funktionellen Aspekte in das Denken mit einzubeziehen. Nach Staatsexamen und Promotion im Jahre 1976 und Absolvierung des Dienstes bei der Bundeswehr erfolgte die Weiterbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin. In der Chirurgie und Traumatologie lernte ich überwiegend den Wert von allopathischem Gelenkersatz und die modernen chirurgischen Techniken in der Abdominal- und Gefäßchirurgie schätzen, ebenso die modernen, schonenden Narkosemethoden. Zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise führte mich die Dermatologie, indem sich mir das Organ Haut als Terrain/Homeland innerer Erkrankungen in übergeordneten Zusammenhängen darstellte. In der internistischen Intensivmedizin stellten sich vor allem im Rahmen der Herzinfarktrehabilitation/Zweitprävention die ersten Ansätze zu einem präventiven Denken ein, zu einem Nachdenken über die Problematik der Lebensführung und die Schwierigkeit, den Patienten für ein gesundheitsorientiertes Leben zu motivieren. Gefestigt wurde diese präventive Denkweise durch die arbeitsmedizinische Fachkunde an der Akademie für Arbeitsmedizin in Berlin.
Eine anschließende anderthalbjährige Tätigkeit an einer großen Privatklinik für Naturheilverfahren unter fachintemistischer Leitung mit den Schwerpunkten Ernährungstherapie, Fasten, Kneipp-Therapie wies durch mir bislang nicht bekannte therapeutische Erfolge endgültig den Weg zum ganzheitlichen Denken und damit zur Naturheilkunde.
Heute, bei der Tätigkeit in meiner eigenen Praxis, seit kurzem auch in der eigenen Klinik für Naturheilverfahren, hat es sich als richtig erwiesen, daß ich Kenntnisse im Bereich der Naturheilkunde relativ früh, d. h. vor der Niederlassung, erwarb, denn zum Erlernen des umfangreichen Grundwissens bliebe jetzt keine Zeit. Als unabdingbar erwiesen hat sich die grundsätzliche Erarbeitung einer naturgemäßen Denkweise, die auf dem Prinzip der Schonung, der Reizsetzung und Beeinflussung des Organismus in positive Richtung beruht und versucht, damit die heute so einfach durchführbare Substitution und Dämpfung vor allem im funktionellen und psychosomatischen Bereich zu ersetzen. Nach anfanglichem Belächeln, dann Aussortieren überflüssiger Methoden zeigt sich jetzt in der täglichen Praxistätigkeit ein bewährtes Stammkapital natürlicher Heilmethoden, das alle vorherigen Investitionen an Zeit, Mühe und Geld mehr als rechtfertigt.