Bővebb ismertető
Wunder der Schöpfung und ökologischer Auftrag: Hundert Jahre Nationalpark
Jim Bridger war ein Trapper, ein verschrobener Einzelgänger. Nur so ericlärt sich seine Entscheidung, das Leben mit der Jagd auf Hirsche, Elche und Bären zu verbringen, im Gebiet zwischen Wyoming und Montana, wohin noch kein Weißer je seinen Fuß gesetzt hatte und das man wochenlang durchreiten konnte, ohne auch nur auf Indianer zu treffen. Dies begab sich bereits vor 1850, zur Zeit des Präsidenten John Tyler, dem James Knox Polk und dann Zachary Taylor aus Virginia folgten. Wie jeder Trapper blieb Jim Bridger so lange im Hochland, wie seine Munition reichte; dann stieg er zu irgendeinem Grenzdorf hinab, um seine Vorräte aufzufüllen, Blei und Schießpulver, Salz, Kaffee, Bohnen und Tabak. Die Rechnung bezahlte er mit den erbeuteten Tierfellen, und es blieben ihm auch noch genug Dollars für ein paar Flaschen Whisky und eine anständige Nacht im Saloon. Bei solchen Gelegenheiten erzählte Jim Bridger seine Geschichten über endlose Prärien, die umgeben sind von eisbedeckten Bergen, aber durchzogen von kochendheißen Flüssen; er erzählte, daß die Erde zuweilen bebt und dabei Dampfsäulen von hundert, ja sogar zweihundert Fuß ausstößt, die beim Niederstürzen Seen von kochendem Wasser bilden. Und auch über riesige versteinerte Wälder berichtete er, und über ungeheuerliche, ebenfalls versteinerte Vögel im Geäst dieser Bäume.
Er schwor, daß die Vögel einmal zu singen begonnen hätten, worauf der Himmel sich verfinsterte und ein Hagel von Steinen herabfiel, der kleinste noch kindskopfgroß. Die Leute hörten ihm gern zu, auch weil sie nichts anderes zu tun hatten, aber wenn er wieder weg war, meinten alle, daß der alte Jim verrückt sei. Niemand hatte zudem einen Anlaß, die Ufer des Yellowstone aufzusuchen, um nachzusehen, ob es alle diese unglaublichen Wunder wirklich gab, um so mehr als Ereignisse von weit größerer Bedeutung heranreiften.
Die stürmische Entwicklung der jungen amerikanischen Nation löst heftige politische und soziale Spannungen aus. Im Jahre 1860, als die legendären Reiter des Pony-Express zum ersten Mal die Post vom Atlantik bis zum Pazifik befördern, wird Neuengland durch den Streik von zwanzigtausend Arbeitern gelähmt. Kaum ein Jahr später, am 12. April 1861, greift ein Regiment der Südstaaten-Konfbderation Fort Sumter im Süden von Carolina an; der Bürgerkrieg beginnt.
So denkt niemand mehr an die Geschichten des alten Jim, bis schließlich, 1869, David Folsom, Charles Cook und William Peterson aus Diamond City sich auf eine zweiwöchige Forschungsreise in das Becken des Yellowstone wagen. Nach ihrer Rückkehr berichten sie darüber in einer begeisterten Reportage, die in Fortsetzungen vom Western Monthly veröffentlicht wird. Anscheinend bemerken die Amerikaner erst jetzt - wir befinden uns im Frühjahr 1870 -, daß sie Amerika noch nicht ganz entdeckt haben. Die Zeitungen werden von ihren Lesern mit Nachfragen bestünnt, man will mehr darüber wissen. In der Hoffnung auf neuen Ruhm und schnellere Betorderungen übt der Generalstab Druck auf das Weiße Haus aus; und gemeinsam mit dem Militär sind auch Kaufleute, Abenteurer und Missionare in Aufbruchstimmung. Von Helena, der Hauptstadt Montanas, bricht im August eine Expedition auf: «Zwanzig Gentlemen samt Trägem, Köchen und vierzig Pferden und Maultieren, Lebensmitteln für dreißig Tage und einem Hund namens Bobby». Die Berichte fugen hinzu, daß die Gentlemen unter Führung von Henry D. Washburn und Nathaniel P. Langford «bis zu dem noch unerforschten Gebiet des Yellowstone vordringen werden, unter dem Geleit einer abkommandierten Reiterabteilung, da die Karawane von Indianern angegriffen werden könnte». Man weiß nicht genau, von welchem Stamm; manche sprechen von den Crow, andere von