Bővebb ismertető
Der Romun spielt 1970/71 in einer großen Stadt der DDR. Ein Verbrechen, verübt an einem Regisseur, zwingt die Kriminalisten, sich mit einem bislang ungewohnten Milieu auseinanderzusetzen: der Theaterwelt. Wie immer sind sie auf freiwillige Mitarbeit und auf das Vertrauen der Zeugen angewiesen, um die Lösung zu finden. Aber unerklärlicherweise bleibt hier beides aus. Die Ermittlung des Kriminalgeschehens deckt in einer spannenden Handlung Konflikte und Probleme auf, die nicht bestanden wurden und zwangsläufig für eine der beteiligten Personen zur Katastrophe führen mußten.
Dienstag abend
Mit naßkalten Tagen, frostigen Nächten, mit leichtem, aber anhaltendem Wind und dünnem, schrägem Schneefall trieb das Jahr 1971 unaufhaltsam seiner Vergangenheit entgegen.
Am siebenten Dezember, kurz nach zwanzig Uhr, hörte Oberleutnant Karl Bortfeld, daß seiner Dienststelle ein Überfall gemeldet wurde. ,,Tiefe Platzwunde am Kopf, wahrscheinlich verursacht durch stumpfen Gegenstand. Geschädigter bewußtlos ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert; Lebensgefahr!" So, im Telegrammstil, ging die erste Meldung weiter: ,.Vierundfünfzig Jahre alt, Oberspielleiter, Arbeitsstätte Bühnen der Stadt — Schauspielhaus. Er wurde im Grabenweg gefunden. Hier noch einmal der Name, ich buchstabiere, Dietrich Riedel."
Bortfeld drehte den Kopf, heftig, ruckartig. Dann tat er gelassen.
Wenig später, nachdem er von seinem Vorgesetzten ausführlich informiert worden war und beauftragt auch, diesen Fall zu übernehmen, ordnete er notwendige Sofortmaßnahmen an. Gab dem jungen, stabilgebauten Kriminalmeister Hermens die Anweisung, zunächst mit einer Mannschaft den Grabenweg abzusuchen nach eventueller Tatwaffe -stumpfer Gegenstand —, befahl ihm, auch die angrenzenden Gärten ,,durchzukämmen"; erteilte dafür besondere Ratschläge — redete in sachlichem Ton.