Bővebb ismertető
Unter den großen Gemäldegalerien der Welt verdanken einige ihren wesentlichen
Reichtum einem Souverän oder einem Herrschergeschlecht, so die Museen von
Dresden, die Ermitage, der Prado, die Galerien von Florenz und die Museen
von München und Wien. Andere, im 19. und 20. Jahrhundert gegründete
Museen, wie das alte Kaiser-Friedrich Museum in Berlin und die Nationalgalerie
in London, das Metropolitan Museum in New York und in jüngster Zeit die
Nationalgalerie in Washington, sind nach und nach dank privater Stiftungen
und einer mehr oder weniger systematischen Ankaufspolitik aufgebaut worden.
Der Louvre gehört keiner dieser beiden Kategorien an oder besser, er gehört
beiden an. Er nimmt seinen Anfang in einer fürstlichen Sammlung, der Sammlung
der Könige von Frankreich, die ihm bedeutende Stücke zugeführt hat. Viele von
ihnen sind unersetzbare Meisterwerke, die den Museen, die erst im vorigen
Jahrhundert entstanden sind, fehlen. Aber wie diese Museen hat auch der Louvre
im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts Tausende von Gemälden aus Stiftungen
erhalten oder selbst erworben. So hat er sich in stärkerem Maße vergrößert und
komplettiert als irgendein anderes der Museen fürstlichen Ursprungs, denen
entsprechend große finanzielle Mittel und im besonderen private Förderungen
versagt blieben.