Bővebb ismertető
Der Karneval des Jahres 1781 tollte wie ein ausgelassener Knabe durch die Wienerstadt. Fürst Hieronymus, Erzbischof von Salzburg, weilte in der kaiserlichen Residenz, um sich wie alljahrlich seit seinem Regierungsantritt ein paar lustvolle Wochen zu bereiten. Hier in dem karnevalsfrohen Wien, im Getolle und Gejage der Redouten, Balle, Maskenzüge, Tanzvergnügungen und andern Lustbarkeiten konnte er die eiserne Regierungsmaske ablegen und dafür den Domino vor die fürstlichen Augen binden, die jahrüber so streng zu schauen hatten. Und in den paar Wiener Wochen gab es genug zu tun. Schriftliche und persönliche Einladungen kamen überallher von dem Hochadel Wiens. Man muBte da mittun, wenngleich man als regierender Fürst und als Erzbischof von Salzburg sich einige MüBigung hatte auferlegen sollen. Aber was! Man war schliefilich ein gebürtiger Wiener, ein Gráf Colloredo, der den Wiener Freunden schon der Familie wegen nicht ausweichen konnte. Und - um eben nicht auszuweichen, deshalb war er ja da! Füglich bestand das Gefolge nur aus ein paar ergebenen Leuten, die zu schweigen verstanden. Nun war es aber diesmal besonders hoch hergegangen. Tagtáglich weilte Fürst Hieronymus irgendwo im Faschingstrubel, und alsó war es schon mehr als schicklich, sich bei den gastlichen Herrschaften einzufinden. Noch mehr: Es galt zu zeigen, daB der Salzburger Hof kein Dutzendhöfchen sei; es galt mit der ganzen Wucht und Pracht eines reichen Landesfürsten aufzutreten und die vornehme Salzburger Pracht einmal in Wien zu zeigen. Bisher hatte sich Erzbischof Hieronymus begnügt, in