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Es war an einem Donnerstag im November. Das-Wetter war dementspreciiend. Den ganzen lieben langen Tag wurde es nicht wirklich hell. Die Bäume troffen von nebliger Nässe. In den Straßenbahnen und Bussen roch es muffig. Die Wartezimmer der Ärzte waren überfüllt mit niesenden und hustenden Menschen.Ebner schaute aus dem Fenster seines Dienstzimmers und war unlustig und müde. Er nahm sich vor, heute zeitig zu Bett zu gehen. Er wollte wieder einmal mit dem Gefühl aufwachen, tatsächlich' ausgeschlafen zu sein. Dieses Gefühl ging ihm seit geraumer Zeit ab. Dabei war es diesmal eine ruhige Woche gewesen. Vorwiegend Schreibtischarbeit. Routinesachen. Vielleicht fühle ich mich ebendeshalb so mies, dachte er. Vielleicht fehlt mir der Streß. Andere sehnen sich nach Ruhe, ich sehne mich nach Streß. Wir sehnen uns alle immer nach dem, was wir gerade nicht haben. Keine neue Erkenntnis. Und originell auch nicht gerade. Vielleicht ist es auch einfach nur das Alter. Weshalb soll sich ausgerechnet bei mir das Alter nicht bemerkbar machen. In der zweiten Hälfte der Vierzig wird man angezählt. Man zeigt Wirkung, wie die Boxer zu sagen pflegen. Wieder andere nennen es vornehmer die midlife-cri-sis. Dahinter verbirgt sich gleich wieder eine Hoffnung, denn wem) es sich um die Krise in der Mitte des Lebens handelt, heißt das ja nichts anderes, als daß man die Hälfte noch vor sich hat. Dann müßte ich es auf annähernd hundert Jahre bringen, fiel ihm ein. Eine Vorstellung, der er keinen Gefallen abzuringen vermochte. Hundert Jahre und im Altersheim, das