Bővebb ismertető
Vorwort
D3r Übergang ins dritte Jahrtausend ist ge-k prägt von einer ungeheuren Beschleu-m nigung. Die Menge der weitweit gespei-I cherten Informationen wächst exponen-f tial, Wissen veraltet rascher als früher, die Generationszeiten von Technologien werden kürzer. Und die internationalen Beziehungen verzahnen sich immer enger, wodurch sich Umwälzungen in einer Weltgegend wenig später rund um den Globus auswirken.
Für ein Unternehmen wie BMW und seine Mitarbeiter stellt diese Dynamik eine zentrale Herausforderung dar. Vor allem die Fähigkeit zur geistigen Beweglichkeit entscheidet über Zukunftschancen. Vorteile enwirbt sich derjenige, der rasch auf neue Situationen reagieren kann, gleichzeitig jedoch seine Identität und die Unvenwechsel-barkeit seiner Produkte zu bewahren weiß.
BMW hat diese Balance gefunden. Einerseits erzielen wir große Erfolge damit, daß wir uns auf unser traditionelles Kerngeschäft konzentrieren, den Bau von Automobilen, Motorrädern und Flugzeugmotoren. Andererseits haben wir unseren Blick dafür geöffnet, daß BMW mehr leisten kann, als Fahrzeuge herzustellen. Wir verstehen uns heute als Unternehmen, das der Gesellschaft eine umfassende Dienstleistung anbietet: Wir machen Menschen mobil. Dabei kommt uns das traditioneile Ingenieursdenken zugute; wir sind gewohnt, in Systemen zu denken und uns in komplexen Gedankengebäuden zu bewegen. Das befähigt uns dazu, gesamthafte Lösungen für die heutigen Verkehrsprobleme auszuarbeiten.
Mit dieser Kompetenz haben wir eine Vielfalt von Mobiiitätsangeboten entwickelt. Die Palette umfaßt das Recycling gebrauchter Autos genauso wie die Entwicklung neuer, umweltschonender Antriebe. Fahrertrainings, die unsere Straßen sicherer machen, gehören ebenso dazu wie Forschungen, um Stadtplanung und urbane Ver-
kehrsströme zu optimieren. Außerdem haben wir Konzepte für ein „kooperatives Verkehrsmanagement" entwickelt, das alle FortbewegungsmIttel in einem intelligenten Verbund aufeinander abstimmt. Mit solchen Programmen stellt sich BMW der gesellschaftlichen Verantwortung, die aus dem Bau von Automobilen resultiert. Wir tragen Verantwortung für die Produkte, für deren Entsorgung, für die Umwelt, für die Märkte und für die Organisation von Verkehr.
Das neue, erweiterte Selbstverständnis von BMW drückt sich darin aus, daß wir seit 1993 als „Unternehmen Mobilität" firmieren, Dabei denken wir an alle Dimensionen des Begriffs: an die geistige, die physische und die soziale Mobilität. Dieses Phänomen einseitig auf den Verkehr und dessen Umweltbeeinträchtigungen zu reduzieren, wie vielfach in der öffentlichen Diskussion gehandhabt, würde seiner Vielschichtigkeit nicht gerecht. Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und sie beruht auf wirtschaftlicher Notwendigkeit, denn ohne Gütertransport oder eine mobile Arbeitnehmerschaft könnte Arbeitsteilung nicht funktionieren, Der Mobilitätsgrad einer Gesellschaft spiegelt ihre Lebensqualität und ihren Wohlstand wider.
Insofern freue ich mich über den umfassenden Ansatz des vorliegenden Buches, das in Zusammenarbeit mit BMW publiziert wird. Der Wissenschaftsjournalist Michael Gleich beleuchtet die menschliche Mobilität auf ungewöhnlich komplexe Weise, Erstmals führt er Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie, Anthropologie, Ökonomie, Logistik, Psychologie und historischer Forschung zusammen. Er beschreibt, wie der Wunsch nach individueller Mobilität und Freiheit den Menschen durch die gesamte Geschichte begleitet. Und er plädiert dafür, daß die großen Verkehrsträger Auto, Bahn und Flugzeug, die sich in der Vergangenheit getrennt und als Konkurrenten entwickelt haben, zu einem integrierten Gesamtsystem zusammenwachsen sollten. Jedes Verkehrsmittel allein wäre überfordert, das wachsende Mobilitätsbedürfnis einer wachsenden Weltbevölkerung nachhaltig zu befriedigen.
Die Forschungen ganz verschiedener Wissenschaftsbereiche belegen, wie eng Fortbewegung und Erkenntnisgewinn für den Menschen einhergehen. Das entspricht der Haltung, mit der BMW ins nächste Jahrhundert geht, Wir sehen als unsere Aufgabe, physische Mobilität zu sichern und geistige Beweglichkeit zu fördern.
Bernd Pischetsrieder Vorstandsvorsitzender der BIVIW AG