Bővebb ismertető
Ilse Viktória BőszeDie WendeFür seinen dreizehnten Geburtstag hatte Márkus etwas Be-sonderes erwartet, etwas Weltbewegendes. Aber als der Tag vorüber war, hatte er nichts gebracht auBer dem üblichen Ge-tue, einer Törte mit 13 Kerzen und einem neuen Fahrrad -einem 10-Gang-Herrenrad für seine langen Beine. Das war wohl etwas, wofür es sich lohnte, dreizehn zu werden. Márkus wuBte selbst nicht, was er sich sonst noch erhofft hatte. Die Schule war nicht abgebrannt, der Mathelehrer war noch im-mer der gleiche arrogante Typ; es war auch kein Stern vom Himmel gefallen. Immerhin: Das Rad war etwas. Márkus fand, jetzt, im Besitz eines Herrenrades, stünde ihm eine andere Behandlung seitens der Erwachsenen zu. Auch erschien ihm so vieles kindisch: seine Hasensammlung, die Quartette, die Murmeln und das Lego. Diese Dinge paBten einfach nicht zu dem Rad. Und in einer plötzlichen Einge-bung durchwühlte Márkus Fácher und Laden nach allém, was nur entfernt an Kindheit gemahnte. Ein wahrer Rausch überkam ihn. Stück für Stück entledigte er sich solcherart seiner Kindheit. Er fühlte förmlich, wie sie schrumpfte und schrumpfte, bis von ihr nichts mehr übrig blieb als er selber. Aber niemand schien zu bemerken, daB er erwachsen geworden war. Da half auch der Flaumbart an der Oberlippe nichts. Nur ein Mádchen, das im selben Haus wohnte wie er, schaute ihm nach, wenn er das Rad vom Hof holté.Eines Tages sagte die Mutter: Du Fáhrst standig alléin in der Gegend herum. Wie wáre es, wenn du Mari hin und wieder mitnáhmest? Sie ist auch alléin unterwegs."