Bővebb ismertető
ahrtausendelang hat dem menschlichen Schaffen, das Schwielen erzeugt, ein entwürdigendes Odium angehaftet. Zu den ältesten bildlichen Darstellungen arbeitender Menschen gehören jene ägyptischen Reliefs, die uns gebeugte Sklavenrücken unter der anfeuernden Geißel des Aufsehers zeigen. Auch das erste Buch der Bibel stellt die Arbeit als den Inbegriff menschlichen Leidens und menschlicher Erniedrigung, als eine Strafe Gottes hin. Nur selten begegnen wir in der Frühzeit der schriftlich überlieferten Geschichte anderen Ansichten. „Arbeit schändet nicht", dieser bescheidene, in die Form einer Negation gekleidete Widerspruch des altgriechischen Bauerndichters Hesiod (um 700 V. u. Z.) hat sich als geflügeltes Wort fast bis in unsere Tage hinein forterben können.
Die Gegenthese zur biblischen Auffassung ist erst siebzig Jahre alt. Sie ist von Friedrich Engels formuliert worden, der mit seinem Werke „Über den Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen" die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von Darwin und Lamarck durch den Nachweis bereichert hat, daß der Mensch zum Menschen geworden ist durch Arbeit. Inzwischen hat sich seit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ein Drittel der Menschheit von der Herrschaft der Ausbeuterklassen befreit. Im sozialistischen Teil der Welt sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß die Arbeit zu einer Quelle des Stolzes und des Glücks werden kann. Sie wird es so schnell nicht. Wenn man verstehen will, warum sich das Bewußtsein langsamer umformt als die Produktionsverhältnisse, dann muß man sich