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IFritz Gretschke erwachte am Morgen zur gewohnten Stunde und stand sofort auf. Verschlafen tappte er in seinem kurzen Barchenthemd barfüßig auf dem bröckligen Lehmschlag des Dachbodens. Durch die offene Bodenluke wehte ein kühler Luftzug herein, der nicht nur den letzten Rest Schlaf vertrieb, sondern auch einen Vorhang beiseite schob, der die Erinnerungen verhängt hatte.Fritz hob die Hände mit ausgespreizten Fingern und tippte sich mit dem Handballen dreimal gegen die Stirn. Esel! Dann sprang er wieder ins Bett.Der frischgestopfte Strohsack knisterte anheimelnd. Vergnügt zog Fritz die Federdecke bis über das Kinn hoch, nur der borstige Haarschopf mit dem Gefängnisrundschnitt blieb sichtbar. Er kuschelte sich mit angezogenen Beinen noch tiefer in das raschelnde Stroh. Bis hierher reichte die preußische Gefängnisordnung nicht. Der Kolo würde ihn vergeblich durch den Spion an der Tür suchen; der Strafgefangene Gretschke war entlassen worden. Fritz sah den Justizwachtmeister leibhaftig vor sich: Die abstehenden Ohren hielten die Deckelmütze waagerecht, der Schnurrbart sträubte sich über dem kreisrunden Loch des Mundes, das Schlüsselbund am Handriemen rasselte, der Mann war wütend wie immer, weil das zur Gefängnisordnung gehörte. Und nun fehlte einer. Alle Ordnung brach für den Wachtmeister zusammen; man entließ Sträflinge, ohne daß sie ihren Knast absaßen Durch die Ritzen des Ziegeldaches fielen Sonnenstrahlen. Sie malten helle Muster auf die geblümte Bettdecke. Ein vorwitziger dünner Strich tanzte einen Reigen auf den verblaßten Rosen des Bezuges. In seiner strahlenden Helle5