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Einführung
Die hier Eingebotenen Materialien samt Anmerkungen wollen realistische Eindrücke vermitteln über das Leben mid Werk von zwei großen deutschen Sozialisten: von Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895). Dabei geht diese historische Stu-dienaussteUung zurück auf eine Exposition, die -1968 im Karl-Marx-Haus (Bundesrepublik Deutschland, D 5500 Trier, Brückenstraße 10) erstmalig unternommen - seitdem von mehr als 100 000 Besuchern aus allen Teilen der Welt besichtigt wurde und un Laufe der Zeit verändert und erweitert worden ist.
Das 1928 von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands angekaufte Geburtshaus von Karl Marx soUte nach seiner Renovierung als Museum zur Geschichte des Sozialismus eröffnet werden, ein Vorhaben, das zunächst durch das Hitler-Regime verhindert war, dann aber 1947 - nicht zuletzt auch dank internationaler Hilfe von soziahstischen Persönlich-
keiten und von sozialdemokratischen Parteien - wieder aufgenommen worden ist. Seit 1968 betreut die Friedrich-Ebert-Stiftung das Karl-Marx-Haus als historisches Museum (Dokimientatiori, Bibliothek, Forschungsstelle). Die Bibliothek sammelt u. a. die Werke von Karl Marx imd Friedrich Engels in Erstdmk-ken und fremdsprachigen Ausgaben; so befindet sich in ihr eine international bekannte SpezialkoUektion zum Manifest der kommunistischen Partei und zu Karl Marx, Das Kapital Die historisch-kritische Forschung des Hauses konzentriert sich besonders auf die Herausbildimg des von Marx und Engels geschaffenen wissensohaftKchen Sozialismus und auf ihre damit zusammenhängende demokratisch-internationalistische Tätigkeit.
Diese historische StudienaussteUimg beginnt mit Exponaten zum äußeren Leben von Karl Marx und Friedrieh Engels. Es werden Städteansichten, Häuser und Orte, in denen sie lebten, Portraits von ihnen und ihren Angehörigen sowie persönliche Dokumente und private Lebensspuren vorgestellt. In einem zweiten Teil begegnen uns Marx und Engels als revolutionäre Pohtiker, besonders zur Zeit des Bundes der Kommunisten (1847-1852) und der Internationalen Arbeiter-Assoziation IAA (1864^1876). Schwerpunkte bilden dabei einmal die zeitgenössische internationale soziaUstische Diskussion und die HerausbUdimg der Marx/Engels-Position im Manifest der Kommunistischen Partei Zum anderen wird die Bedeutung der IAA als moralische Kraft, ihre organisatorische Problematik sowie ihre Beziehungen zu den einzelnen nationalen demokratischen und Arbeiterorganisationen dargestellt. Der dritte Teil wiU die wissenschaftliche Tätigkeit von Marx und Engels unterstreichen. Ohne Präge nimmt hierbei die Politische Ökonomie -mit dem Hauptwerk von Karl Marx, Das Kapital -die zentrale Stellung ein. Bekannt ist ferner, wie eng die wirtschaftswissenschaftliche Forschung von Marx und Engels mit der deutschen Philosophie zusammenhängt; hier wird aber außerdem noch dargelegt, daß Marx als bedeutender Geschichtswissenschaftler ausgewiesen war und daß Engels auf den Feldern der MUitär- und Naturwissenschaft große Forschungsanstrengungen unternommen hat.
Ausstellungen wie diese, die sich auf die Lebzeit später welthistorisch bedeutsam gewordener Persönlichkeiten konzentrieren, dienen dazu, zunächst das Interesse am historischen Erkennen zu wecken und daraufhin anzuspornen, Probleme der Wirkungsge-schichte aufzugreifen. Es müssen noch vielfältige Anstrengungen gemacht werden, um eine CJeschichte des SoziaHsmus wie auch des Marxismus, die nicht einmal im Grundriß gültig geschrieben ist, bis in unsere Gegenwart dokumentieren zu können.