Bővebb ismertető
EINLEITUNG Zwei Medici habén in Frankreich die Spur ihres unseligen Andenkens hinterlassen: Caterina und Maria, Stammt auch die eine von Cosimo aus der herzoglichen Linie von Urbino, die andere von Lorenzo aus dem Florentiner Hause ab und sind sie auch nur Verwandte 9. Grades, so ist eine Gegenüberstellung doch naheliegend. Caterina, eine bedeutende Persönlichkeit, ist uns nie auf Grund der allmáhlich veröffentlichten Dokumente und ihres umfangreichen Briefwechsels im wahren Lichte dargestellt worden. Mitleidslos verurteilt, wird Caterina Medici immer noch mit den Hugenottenmorden und der Hinrichtung Colignys in Zusammenhang gebracht. Aber in den Rahmen ihrer Zeit gestellt und ohne Vorurteil betrachtet, erscheint uns Caterina durchaus nicht als Ungeheuer, eher als eine Frau mit eisernem Willen, klugen, ehrlichen und friedfertigen Absichten. Ihr, der grófién Vorgángerin, unáhnlich an Energie, Klugheit und politischem Sinn, hat Maria noch keinen objektíven Biographen gefunden. Sie ist stets die Gattin Heinrichs IV." geblieben ohne jede persönliche Note. In den ersten 27 Jahren ihres Lebens hören wir tatsáchlidi kaum von ihr, sie verschwindet unter den Menschen ihrer Umgebung, und in den zeitgenössischen Tagebüchern begegnen wir nur selten ihrem Namen. So ist die Prinzessin Maria" ein farbloses Bild, eine flüchtige Skizze, und dreifiig Jahre lang ist sie nur Komparsin in einem Drama, in dem es viele, allzu viele Hauptdarsteller gibt. Als sie in Erscheinung tritt, verschwindet sie aus Florenz. Ihre Kindheit, ihre Jugend verlauft nicht unter Revolutionen, Belagerungen und Kriegen wie bei Caterina Medici. Wenn die Frühzeit der einen unter dem Zeichen von Krieg, Gefahr und Kampf bis aufs Messer steht, könnte man die Jugend Marias mit dem