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Die Gesandten des Großkhans
„Verzeih, darf ich dich etwas fragen?"
Der so höflich angesprochene Mann wandte nicht einmal den Kopf, er musterte die am Hafenkai aufgereihten Kisten und Ballen und zählte halblaut weiter: ,, einundfünfzig, zweiundfünfzig " Erst als er das Ergebnis mit der Warenliste in seiner Hand verglichen und für richtig befunden hatte, sah er sich flüchtig um und sagte unwirsch: ,,Was gibt's?"
,,Das Schiff, dessen Kapitän du bist, läuft morgen aus, nicht wahr? "
,,Ich bin nicht der Kapitän!"
,,So bist du mindestens sein Stellvertreter, man sieht's dir doch an, daß du ein wichtiger Mann bist. Gewiß kannst du mir Bescheid geben."
,,Und worüber?" Das klang nun wesentlich freundlicher; die Schmeichelei hatte ihre Wirkung nicht verfehlt, denn der alte Seemann, verantwortlich für die Waren, die das Handelsschiff an Bord nehmen sollte, wäre recht gerne Kapitän gewesen.
,,Ihr habt vor einer Woche hier in Venedig angelegt und segelt morgen nach Konstantinopel. Dorthin möchte ich. Kann ich an Bord?"
Der Warenaufseher betrachtete den Fragenden nun sehr aufmerksam. Was er sah, gefiel ihm. Er achtete allerdings