Bővebb ismertető
EINFÜHRUNG
Von welcher Seite auch immer der Besucher
nach Mantua kommen mag, er muß zuerst eine
lange Strecke die Poebene durchfahren, und
nach so vielen Kilometern werden sich seine
Augen an diese stets gleiche Landschaft
gewöhnt haben, an das Aufeinanderfolgen von
kaum unterschiedlichen Bildern, an diesen
Raum, der unendlich und unbegrenzt zu sein
scheint. Langsam entfaltet sich die Poebene
vor dem Blick des Beschauers, mit ihren wohl-
bestellten Äckern, den Baum- und Rebenzeilen,
mit den sauberen Gehöften, einsam und doch
wieder durch ein dichtes Netz von Straßen und
Wegen, Pfaden und Kanälen mit anderen Sied-
lungsstätten verbunden. Ab und zu stoßen wir
auf ein Dorf oder auf einen größeren Weiler:
die zusammengerückten Häuser zeugen von
dem Willen, sich im wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Leben doch irgendwie
zusammenzuschließen.
Wenn man sich einmal an diese Folge kaum
voneinander zu unterscheidender Bilder
gewöhnt hat, die oft vehschwommen und
irgendwie geisterhaft anmuten in dem
Nebelschleier, der ihre Konturen verwischt, so
kann der Anblick der Stadt, die plötzlich in der
Landschaft auftaucht, wie ein Trugbild
erscheinen. So enthüllt sich Mantua unseren
Blicken: es erhebt sich aus der nebeligen Ebene
wie etwas Unwirkliches, und dieser Eindruck
wird umso stärker, wenn der weißliche Hauch
die Umrisse verwischt, das Stadtbild mit der
umliegenden Landschaft verschmilzt, und
Mantua nahezu in der Luft zu schweben
scheint, ein Mittelding zwischen Wirklichkeit
und Märchen.
Gewiß, es soll nicht verschwiegen werden, daß