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VORWORT
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Dieser Roman hält sich so eng wie möglich an geschichtliche Tatsachen. Zwar sind einige der Hauptfiguren frei erfunden, aber die meisten handelnden Personen sind historischen Gestalten nachge- p^j
zeichnet, deren Wesen und Verhalten mit nachprüfbaren Fakten zu W :!'
belegen sind. Fast alle der wichtigen und viele der nebensächlichen j^i'j
Ereignisse haben sich so zugetragen, wie es hier beschrieben wird. Aber auch die erfundenen Gestalten und Geschehnisse entsprechen so weit wie möglich den nachweisbaren Tatsachen und Verhältnissen, so daß auch sie den Geist der Zeit getreu wiedergeben. Soweit Daten und Ereignisse noch nicht wissenschaftlich belegt sind, folgt ihre Einordnung der Logik der Geschichte.
Die Sprache und die Darstellung der Atmosphäre sind bei jedem in der Vergangenheit angesiedelten Roman problematisch. Ich habe mich bemüht, die Gedankengänge der Männer und Frauen, die vor dreihundert Jahren lebten - also am Anfang unseres Zeitalters der I'l ¦
angewandten Wissenschaft -, glaubwürdig zu schildern. Ihr Stand- i'
punkt ist manchmal erstaunlich modern, manchmal fast mittelalter-lieh, und in gewisser Hinsicht weiter entfernt von dem klarsichtigen, M
pessimistischen, fatalistischen Agnostizismus, der das Opium des in- [f i
telligenten Menschen unserer Zeit ist, als unsere Psychologie vom perikleischen Athen.
Die Christen jener Zeit - die Europäer wie die Chinesen - waren Gläubige, die mit glühendem Herzen glaubten, und ihr Glaube wurde ivi^^vt
durch die aufblühenden Naturwissenschaften noch gestärkt. Die Nicht-Christen waren keineswegs die abergläubischen Heiden, die ihre europäischen Zeitgenossen in ihnen sahen. Sie waren freilich nicht von der Renaissance berührt worden und letzten Endes in der konfuzianischen Ethik geborgen, die das persönliche und öffentliche Leben ihrer Vorfahren fast zweitausend Jahre lang beherrscht hatte. Das Denken weder der Christen noch der Nicht-Christen entsprach dem unseren.
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