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So wird behauptet... Wer unsere herrliche Felsenwelt durchwandert, wird sich gewiB darüber Gedanken machen, in welcher Epoche wohl diese gewaltigen Sandmassen hier angeschwemmt wurden. Hat er nun gar einen Geologen zum Wegbegleiter, so werden ihn dessen Erklarungen mit Staunen erfüllen. Vor etwa 100 Millionen Jahren bedeckte ein Meer das Gebiet zwischen Freiberg, Dresden und Zittau, hin bis zum Heuscheuergebirge in der CSR. Verwitterte Gneise und Gránité lieferten die Quarzkörnchen, kurz von uns Sand" genannt, die durch geeignete...
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So wird behauptet... Wer unsere herrliche Felsenwelt durchwandert, wird sich gewiB darüber Gedanken machen, in welcher Epoche wohl diese gewaltigen Sandmassen hier angeschwemmt wurden. Hat er nun gar einen Geologen zum Wegbegleiter, so werden ihn dessen Erklarungen mit Staunen erfüllen. Vor etwa 100 Millionen Jahren bedeckte ein Meer das Gebiet zwischen Freiberg, Dresden und Zittau, hin bis zum Heuscheuergebirge in der CSR. Verwitterte Gneise und Gránité lieferten die Quarzkörnchen, kurz von uns Sand" genannt, die durch geeignete Bindemittel, wie Ton oder Kaik, verkittet wurden und so den Sandstein darstellen. Versteinerungen und Abdrücke beweisen, da!3 Muscheln und Seesterne zu den Bewohnern des Meeres, das mit dem riesigen Kreidemeer verbunden war, zahlten. lm Museum für Mineralogie und Geologie werden zum Beispiel Zahne und Wirbelknochen von Haifischen aufbewahrt, die bei Wehlen gefunden wurden. Noch vor Ende der Kreidezeit hob sich jedoch der gesamte Grund. Das Meer floB ab, und die Ströme, wie unsere Urelbe - die ja damals von Rathen aus gesehen links des Liliensteines dahinströmte -, muBten sich ihren Weg neu bahnen. Die im Tertiar erfolgte Bodenverwerfung, der das Erzgebirge seine Entstehung verdankt, führte den Durchbruch der Elbe bei Tetschen herbei und steigerte somit das Gefalle der Ströme und Flüsse. Tiefe FluBbetten entstanden. Frost, Sonnenbestrahlung, Wind und Baumwuchs tatén das übrige, um die Verwitterungsformen zu schaffen, wie sie sich heute dem Auge darbieten. Die bis zum heutigen Schandau reichende skandinavische Inlandeisdecke stattete das Elbsandsteingebirge endlich noch mit Geschiebelehmflachen aus, die nun besonders in den Niederungen eine Landwirtschaft zulassen. Eiszeitliche Tiere wie Mammut, Bison und wollhaariges Nashorn, deren Reste letzthin im Elbgeröll und in Klüften gefunden wurden, durchstreiften die damalige Tundrenlandschaft, um sich kümmerlich von Moosen und Seggen zu ernahren. Erst um das Jahr 5000 v. u. Z. taucht hier erstmalig der Mensch auf, wenn er auch nur im Vorgelande des Gebirges, alsó zwischen Niedersedlitz und Lockwitz, lebte. Der Pfaffenstein war als erster in der mittleren Bronzezeit ein Schutzhort für Menschen, die wohl gerade diesen schroffen Felsen wahlten, um vor überfallen durch wilde Tiere geschützt zu sein. Eine dichtere Besiedlung des Gebietes erfolgte etwa 600 n. u. Z. durch die Hermunduren, die besonders an FluBlaufen ihre Hütten errichteten. Die Völkerwanderung lieB einen Stamm slawischer Zugehörigkeit hier seBhaft werden. Viele Ortsnamen künden davon, daB sie sorbischen Ursprunges sind.

Termékadatok

Cím: Lob der Bastei [antikvár]
Szerző: Gottfried Keller W. Pilz
Kiadó: Verlag Kurt Görtz
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 150 mm x 200 mm
W. Pilz művei
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