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„Die Weit ist unvollkommen, und es liegt an euch, sie zu verbessern!" mahnt Ferreira de Castro in seiner Erzáhlung „Der Gott der Seefahrer", die den Auftakt zu dieser Anthologie bildet. Vierzehn der bedeutendsten portugiesischen Erzáhler kommen hier zu Wort, Schriftsteller, die der modernen Prosa ihres Landes das Profil gegeben habén. Sechzehn Erzáhlungen entstanden in den letzten drei Jahrzehnten, vermitteln dem Leser Einblicke in den von mancherlei Enttáuschung und kleinen Freuden erfüllten Alltag eines Volkes, das fast ein halbes Jahrhundert unter einer faschistischen Diktatur leiden muíke. Ob es sich um die Ángste und Nöte, um die leisen Hoffnungen und stillen Sehnsiichte der einfachen Menschen auf dem Lande oder in der Stadt handelt, um das tragische Geschick landloser, verschuldeter Bauern, die, dem trügerischen Glauben an leicht zu erwerbenden Reichtum erlegen, nur noch in der Emigration den rettenden Ausweg sehen, jedoch enttáuscht, verbittert und ármer als zuvor in die Heimat zurückkehren, ob Heuchelei, Korruption und doppelbödige Morál des Bürgertums angeprangert oder die Unterdrückung der Frau und ihr verzweifeltes Aufbegehren in einer engstirnigen patriarchalischen Gesellschaft geschildert werden, stets habén die Autoren Hoffnungen ausgesprochen, Gedanken formuliert, die erst jetzt zur Wirklichkeit werden können.