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OUVERTÜRE
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XVi eine Schwester und ich verbrachten einen beträchtlichen Teil jedes Jahres bei Großmama ,auf dem Lande'. Dort lernte ich, wie wichtig es im Leben der Menschen und Tiere ist, daß die richtigen Paare zueinanderfinden. Lange, bevor ich lesen und schreiben konnte, war mir klargeworden, daß die von allerlei Festlichkeiten begleitete Verheiratung zweier Menschen sich hübscher und aufregender anläßt als die Paarung zweier Tiere — allerdings auch gefährlicher. Onkel Arpad pflegte etwa zu sagen: »Körper lassen sich leichter verbinden als Herzen.«
Onkel Arpad war kein Blutsverwandter. Seit den stürmischen Jugendtagen meines Großvaters hatte er diesem als erster Kutscher und zugleich als persönlicher Begleiter gedient. Nach Großvaters Tod behielt er seine Stellung, ja er wurde zu einer unentbehrlichen Stütze für Großmama. Jeden Morgen, während sie ihr Frühstück einnahm, setzte er sich neben sie, um allerlei mit ihr zu besprechen. An sonnigen Tagen wurden diese Sitzungen — wir nannten sie die ,Schicksalsfabrik' — unter den großen Eichen auf dem Rasen abgehalten. Hier diskutierten, erwogen und bestimmten die beiden die Zukunft eleganter Stuten und feuriger Hengste — aber auch das Geschick von Bediensteten, Freunden und Fa-
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