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Vorwort
Keiner kann sich's leisten, nichts zu leisten. Man leistet etwas um des größeren Wachstums, Profits oder Wohlstands willen; in jungen Jahren auch für bessere Noten in der Schule, für ein höheres Taschengeld usw.; und man hat sogar schon von Leuten gehört, die Leistung einfach zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens brauchen. Alles in allem leistet man mit seiner Leistung einen Beitrag zum eigenen Nutzen und natürlich zum Wohle dessen, für den man etwas leistet. Daneben - und das mutet angesichts der ungeheuren Leistungsanstrengung für materielle Ziele beinahe rührend an -gibt es die Leistung um ihrer selbst oder allenfalls um eines bescheidenen Ruhmes willen. Mit einer solchen Leistung kann man zum Beispiel, wenn sie eine Superleistung oder ein Superlativ ist, ins »Lexikon der Superlative« eingehen. Um einen Rekord im Rückwärtsfahren oder Kopfstehen aufzustellen, muß man zuerst einmal seine Fantasie bemüht haben und dazu einen gewissen Sinn fürs Kuriose entwickeln. Wie sehr gerade dieser Sinn bei den Freunden sinnloser Rekorde ausgeprägt ist - nicht nur in England, der Heimat der bemerkenswertesten Skurrilitäten, sondern auch in Mitteleuropa, in Deutschland, Österreich und der Schweiz -, das beweist dieses Buch. Es konnte nur dank der Begeisterung, der Rekordlust und der überschäumenden Fantasie vieler junger, aber auch älterer Rekordaspiranten das werden, was es jetzt ist: eine - wie wir glauben - gute Mischung von nüchterner Information über geographische, botanische, zoologische, medizinische, wirtschaftliche, juristische, historische, technische, linguistische, literarische und künstlerische Rekorde einerseits und von fantastischen, komischen, amüsanten, ergötzlichen und possierlichen Superlativen andererseits. Ein Konglomerat aus Spaß und Ernst, aus atemberaubendem, aber notariell beglaubigtem Nonsens und sorgfältig recherchierten Fakten.