Bővebb ismertető
.IiLERNT MAILAND KENNENKann man eine Stadt wie Mailand wirklich ergründen und kennenlernen? Vielleicht ja, vielleicht, nein, es kommt auf so vieles an: man kann !edenfalls versuchen sie zu verstehen, wie wir es uns vorgenommen haben in diesen wenigen Seiten xu tun, indem wir vor allem die äussere Form betrachten, aber auch in ihr Inneres vordringen wollen, durch und jenseits ihrer Mauern. Es ist klar dass wir nicht die Absicht wie es schon viele andere getan haben über Kultur, Sitten, Lebensweise und Produktionsmöglichkeiten von Mailand vorzunehmen, vielmehr wollen wir eine kurze Vorstellung und bildliche Synthese der Stadt darbieten durch eine auserlesene Reihe von Blitzaufnahmen.Auf jeden Fall ist Mailand auch von aussen gesehen eine Stadt die man aufmerksam studieren muss. Eine Stadt mit schwieriger Topographie, deren antikes, römisches Strassennetz von dem Wirrsal der mittelalterlichen Gassen überholt und ausgelöscht wurde und von all dem was später kam: Assanierungen, horizontale, vertikale, diagonale und radiale Durchbrüche, die vor allem im Laufe des letzten Jahrhunderts unternommen wurden, so dass die Stadt sich verästelt und ausgebreitet hat wie es Gott und den vielen Ordnungsplänen gefallen hat (von dem 1865 ausgearbeiteten bis zu den mehr oder weniger dünkelhaften der Faschistischen Ära). Nachdem die Flussarme des Na-viglio überdeckt worden sind und die spanischen Bollwerk abgerissen, ist schon längst ein grosser Teil wenn auch nicht alles von dem verschwunden was zur Zeit Stendahls Mailand zu einer der schönsten Städte Europas machte. Keine andere italienische Stadt zeigt besser in ihrem Schichtenaufhau ihre Metamorphosen und ihr beständiges Werden. Der Übergang vom alten, zum weniger alten, zum neuen, geschiet hier nämlich durch sichtbare Veränderungen, wie Stücke eines Mosaiks die eines nach dem anderen an ihren Platz gelegt werden; so vom antiken zum modernen, vom Liberty zum 900 , vom funktionellen zum Zukunftsstil der heutigen Architektur; dies alles möglicherweise in der gleichen Strasse. Deswegen ist Mailand eine Stadt voller Gegensätze: hier die Wolkenkratzer und paar Schritte weiter noch die alten geschwärzten Häuser, die der Kontrastnoch schlichter und demütiger erscheinen Vdsst. Es kommt vor dass Paläste von erklärtem architektonischem Wert (und es gibt deren viele) in eine vollständig fremdartige Umgebung eingefügt sind, mit der sie gar keine Verbindung haben; und noch mehr ist dies der Fall mit den Stadttoren (einige wunderschöne wie die Postieria von Sant'Ambrogio, oder die Porta Ticinese mit ihren Türmen, oder die Porta Nuova), die alle heim Beschauer unwillkürlich das Bild des Kaisers Barbarossa heraufbeschwören, die herausgelöst sind aus ihrem natürlichen Rahmen der zerstörten Mauern, wie auch alle späteren Bauten stehen sie da wie ein mythisches Zeugnis von Welten die sich überschneiden, aber alle endgültig verloren sind.Wir sagten dass glücklicherweise nicht die ganze monumentale Altstadt verschwunden ist, das romantische Mailand das Schrifsteller geschätzt haben wie Stendahl, Porta, Grossi und noch De Marchi, verewigt durch Ansichten des Inganni und des Migliara. Dieses Mailand erhält sich noch im winkeligen, krummen Verlauf von vielen alten Strassen; im aristokratischen, strengen Abstand von anderen, wie zum Beispiel der Via Brera, oder den schönen Strassen zwischen via Manzoni und Via Montenapoleone (diese letztere die pariserischste durch ihre Assonanz der Formen, Volumen und der Qualität), in den Ufern der Navigli in den Vorstädten. Diese geheime Seele Mailands findet man noch in dem immer seltener werdenden Steinpflaster, in den Häusern mit schmalen Galerien und dem Gestank der Katzen und den Blumentöpfen die im Mai blühen wie Buzzati erzählt; in den Durchgängen zu niedrigen Höfen mit langen Terrassen und deren eisernen oder Holzgeländern, in der Trauerausstattung der Türen die einen Todesfall im Hause anzeigen, in den pathetischen Farbtönen der roten Pflastersteine, die beim Regen noch röter werden. Man muss den Gemeinplatz abstreiten schrieb Piovene in seiner schon klassischen " Reise durch Italien " dass diese Gegend (die Lombardei) und diese Stadt (Mailand) in Schönheit dem ganzen übrigen Land zurückstehen . Sehr richtig; man muss auch hinzufügen, als Antwort auf einen anderen von uns immer besirittenen Gemeinplatz, der beim we-