Bővebb ismertető
Die Krankheiten der Weichteile im Bereich der Extremitäten.
Von Professor Dr. Rudolf Klapp, Berlin.
Die Verletzungen an den Weichteilen der Extremitäten.
Die Extremitäten stellen die Hebel dar, mit deren Hilfe sich der Mensch fortbewegt und durch die er sich mit der Außenwelt in mechanische Beziehung setzt. Die wichtigen Funktionen welche den Extremitäten damit zukommen, bringen erhebliche Gefahren mit sich, und so erleidet kein Teil des menschhchen Körpers mehr Verletzungen als die Extremitäten. In unserer Zeit, wo die Industrie große Arbeiterheere beschäftigt und der Verkehr immer gewaltiger wird, hat sich die Zahl der technisch und in gefahrvollen Betrieben beschäftigten Menschen und damit auch die Zahl der Verletzungen wesenthch gesteigert.
Allgemeines über Verletzungen der Weichteile.
Die Mannigfaltigkeit der einwirkenden Gewalten bedingt eine große Verschiedenheit der Verletzungen. Die stets wiederkehrenden großen Formen der Verletzungen sind:
1. Verwundungen mit scharfen Instrumenten,
2. Quetschungen,
3. Zerreißungen.
Unter diese drei großen Formen lassen sich die Verletzungen der Weichteile im Bereich der Extremitäten immer wieder einreihen. Besonderheiten werden von den einzelnen Teilen mit Ausnahme der Hand so wenig gegeben, daß es gerechtfertigt erschien, die an den Weichteilen der Extremitäten vorkommenden Verletzungen zusammenzufassen und unter allgemeinen Gesichtspunkten zu besprechen.
1. Verwundungen, a) Schnittwunden werden durch scharfe Instrumente hervorgerufen; sie betreffen entweder nur die Haut, resp. nur ihre obersten Schichten (in Form von Abschürfungen) oder dringen durch sie hindurch und greifen auf tieferliegende Gewebe (Muskeln, Faszien, Nerven, Gefäße, Knochen, Gelenke) über.
Scharfe Instrumente (Säbel, Messer, Schere, Glas usw.) schneiden die Weichteüe des menschlichen Körpers mit scharfem Schnitt wie andere Gegenstände durch. Man sieht danach an Schnittwunden meist glatte Wundränder. Schnittwunden bieten in der Regel die günstigsten Aussichten auf schnelle Heilung. Sie sind meist als praktisch-aseptisch anzusehen, d. h. sie können, ialls ie frisch und unberührt von Schmutz und unzweckmäßigen Verbandstoffen zur Behandlung kommen, vollkommen vernäht werden und pflegen dann in erster Verklebung (per primam intentionem) zu heilen (Beispiel: die Schläger- und Säbel-"wunden der Studenten).^
Lehrbuch der Chirurgie. 3. Aufl., III. Bd. 1