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Topographisches
Lanzarote, die nordöstlichste Insel des zu Spanien gehörenden kanarischen Archipels, liegt 125 km von der afrikanischen Küste entfernt. Die größte Ausdehnung von der Punta Fariones im Norden bis zur Puma del Papagayo im Süden beträgt 60 km, an seiner breitesten Stelle mißt das Eiland 21 km. Mit einer Fläche von 795 km^ ist Lanzarote die viertgrößte Kanarische Insel.
Im Norden schließt sich eine Gruppe kleiner, zum Teil winziger Inseln an, die sogenannten isletas: Allein La Graciosa - mit 27 km^ auch die größte der >Inselchen< - ist bewohnt. Es folgen die Vogelschutzgebiete Alegranza (10 km^) und Montana Clara (1,25 km^). Nur noch als Spitzen über dem Wasser sind Roque del Este und Roque del Oeste zu bezeichnen. Alle isletas sind in einem Naturschutzpark zusammengefaßt.
Der zentrale Inselteil Lanzarotes hat die Form eines Ovals, an das sich zwei bergige Fortsätze anschließen: gegen Norden der Macizo de Famara-Guatifay, im Süden der Gebirgsstrang Los Ajaches. Beide Höhenzüge gehören zu den geologisch ältesten Inselteilen - hier hat die Erosion verhältnismäßig weiche Oberflächenformen geschaffen. Ein großer Teil der zentralen Inselregion ist mit jungvulkanischen Basalten bedeckt, die aus den letzten Eruptionen des 18. und 19. Jahrhunderts stammen. Dieses einst fruchtbare Land präsentiert sich heute als sanft erschlossenes Naturmuseum, in dem ein einzigartiger Reichtum vulkanischer Formen hautnah besichtigt werden kann.
Eruption und Erosion, die Antagonisten bestimmen die Erdgestalt Lanzarotes. Je länger Wasser, Wind und thermische Prozesse dem Basalt, aus welchem die Insel hauptsächlich besteht, zusetzen konnten, desto runder, ausgewogener wurde die Topographie. Die ältesten Basalte stammen aus dem jüngeren Tertiär, ihr Entstehen reicht bis knapp 20 Millionen Jahre zurück. Sie bilden zwei Gebirgszüge: das Massiv von Guatifay-Famara vom Mirador del Rio an der Nordspitze bis vor Teguise, im Süden erstreckt sich solch >altes Land< in den Bergen von Los Ajaches und, ihm vorgelagert, im östlichen Teil der Rubicón-Ebene. Gemeinsame Kennzeichen dieser Landschaften sind weiche Formen, fruchtbare Böden, ausladende Kerbtäler, häufig satte Erdfarben von Braunrot bis Ocker. Die Laven dieser ältesten Serie erreichen zum Teil mehrere Meter Stärke, oft sind Schlacken, Tuffe und auch Sedimente eingelagert oder zwischen die einzelnen Schichten gepreßt, wie in den Famara-Wänden besonders schön zu sehen ist.
Dem tertiären Tafelland aufgesetzt ist der nächstfolgende Schub von Basalten, dessen Periode vom Pliozän (jüngster Teil des Tertiärs) ins Quartär hineinreicht. In dieser Epoche der Erdgeschichte, in der auch das Eiszeitalter anzusiedeln ist, entstand die heute sichtbare Inseloberfläche, die, grob skizziert, weder aus historischen Eruptionen stammt noch altes Tafelland ist. Die Ebene um