Bővebb ismertető
Vorwort
Die Kunstgeschichte widmet sich einem nicht mehr von einem einzelnen Wissenschaftler kontrollierbaren Gebiet. Allein die europäisch-abendländische Kunst ist so reich an Dokumenten - trotz aller Zerstörungen - imd so vielschichtig in ihrer formalen und ikonographischen Struktur, daß auch bei einer Konzentration auf diese, also tmter Ausschaltung der so wichtigen und zimehmend bedeuttmgsvolleren außereuropäischen Kimst, kein Kenner mehr für das Ganze der Kunstgeschichte zwischen Spätantike und 20. Jahrhimdert vorgestellt werden kann. Unter dieser Prämisse mußte eine Auswahl aus möglichst unterschiedlichen Problemkreisen tmd Stoffgebieten getroffen werden. So wurde, wie in anderen Bänden dieser Buchreihe, ein Kapitel über die Wissenschaftsgeschichte in geraffter Form vorangestellt. Dabei fand besondere Berücksichtigung der Gesichtspunkt der Auflösung der Stilepocheneinheiten, die das 19. Jahrhundert als Grundgerüst seiner kunsthistorischen Methode bis zu Riegl, Wölfflin und Sedlmayr etabliert und verfeinert hatte. Dieser Aspekt zieht sich auch als roter Faden, gelegentlich dünner gesponnen, darm wieder gestraffter, durch die ganze Darstellung. Den kleineren Abschnitten über einige Fragen aus dem Bereich der Malerei, der Plastik imd der Photographie (diese hauptsächlich in ihrem Wechselverhältnis zur Malerei) schließen sich zwei ausführliche Kapitel an, denen so etwas wie exemplarischer Charakter zukommt: über Architektur - und zwar zur Verklammerung mit der Archäologie und Byzantinistik -, über die frühabendländische Sakralbaukunst anhand ihrer Grundtypen — eine typologische Darstellung also -und zur Drudegraphik, speziell über ihre Anfänge im 15. Jahr-