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DIE SAMMLUNG «BUDDHISTISCHE KUNST> M STAATLICHEN MUSEUM WR VOLKERKUNDE IN MÜNCHEN
Asiatische Kunst ist ein bedeutender Schwerpunkt des Münchner Museums für Völkerkunde; daneben könnte nur noch die Sammlung «Altamerikanische Kunst» bestehen. Eine Bearbeitung der buddhistischen Kunst in einer Ausstellung oder einem Buch gibt bei dem ungeheuren Einfluß, den die buddhistische Kunst auf die Kunst fast aller Hochkulturen Asiens ausgeübt hat, die Möglichkeit, einen Überblick über diesen gesamten Bereich zu gewinnen. Die Sammlung buddhistischer Kunst im Münchner Völkerkunde-Museum ist wohl reichhaltiger als die anderer Völkerkunde-Museen. Sie enthält jedenfalls so viele qualifizierte Stücke aller Zeiten und Regionen, daß ein vollständiger Überblick möglich ist. Einschränkend muß vermerkt werden, daß in dem vorliegenden Band, ebenso wie in der Ausstellung im Münchner Völker-kunde-Museum, die Sammlung nur in einer Auswahl vorgestellt werden kann. Theoretische, religionshistorische und philosophische Ausführungen werden kurz gehalten. Sie sind nur insoweit angebracht, als sie zum Verständnis der buddhistischen Kunst notwendig erscheinen. Versucht man das ungeheure Gebiet der asiatischen, buddhistischen Kunst der besseren Übersicht wegen zu unterteilen, so ergeben sich folgende vier Gruppen:
1. Die frühe buddhistische Kunst in Indien — sie erhält die Anregungen zur Darstellung des Buddha aus Gandhara, also aus gräko-romanischer Tradition, und erwächst im übrigen aus der nordindischen Kunst des Kushan-Rei-ches;
2. die alte buddhistische Kunst in Indien, Hinterindien und Java - die Kunst des Hinayana-Buddhismus;
3. die Kunst des Mahayana-Buddhismus, die in Indien und Nepal beginnt, dann durch die zentralasiatische Wüste nach China und von dort nach Japan gelangt. Die