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IIEiaBIBlBMBIBJBlBIBJBIBMBlBlBMBlSMaBMBIBiag^^_ EINFÜHRUNO_~w\^reta, die antike und wunderschöne Insel mit X unzähligen Mysterien, stellt trotz ihrer vielen noch unerforschten Schätze das Verbindungsglied zwischen der Kultur des klassischen Altertums im Mittelmeerraum und den tausendjährigen Kulturen Ägyptens und Kleinasiens dar. Die rauhe Insel des Minos schlägt - was Kunst, Religion und sogar die Sprache betrifft -eine ideelle Brücke zu drei Kontinenten: Asien, Afrika und Europa.Auf der langgestreckten Insel, die von drei Gebirgsstöcken, den Weißen Bergen, dem Idagebirge und dem Dikti-Gebirge mit der angrenzenden Lasithi-Hochebene durchzogen wird, bleibt nur wenig Raum für fruchtbare Ebenen, die andere Inseln dieses Ausmaßes charakterisieren, wenn man einmal von dem fruchtbaren Streifen der zentralgelegenen Mesara-Ebene auf der Südseite von Kreta absieht. Die karge verkarstete Berglandschaft scheint sich in einer endlosen Reihe malerischer Schluchten zu verlieren. Im Winter sammelt sich hier das Wasser reißender Wildbäche, deren ungebändigte Kraft dazu beiträgt, die Natur der kretischen Landschaft zu formen, während sie im Sommer unter der drückenden Hitze der unbarmherzig brennenden Sonne zu dünnen Rinnsalen werden. In diesem Wechselspiel von Bergfalten und steilen Tälern, kleinen Ebenen und Hochplateaus ragt das praktisch von allen Seiten der Insel sichtbare, mächtige Massiv des Idagebirges auf, die Heimat des Vaters der olympischen Götter, Zeus, dessen Machtsymbol, der Stier mit mächtigen Hörnern, man in den beiden nahe beein-ander stehenden Gipfeln erkennen will, die das Gebirgsprofil charakterisieren und in dessen Mitte sich die Ida-Höhle öffnet, die Wiege des Götterknaben: auf diese inselbeherrschende Bergsilhouette in Hörnerform, die eng mit dem Kult des höchsten Gottes verknüpft ist, geht höchstwahrscheinlich das Symbolbild des Doppelhorns zurück, das in allen minoischen Palästen und Heiligtümern an die Gegenwart der Gottheit und an die Macht erinnert, die das königliche Geschlecht von ihr ableitete.Die Ausstrahlung und die Schönheit der Insel Kreta manifestiert sich jedoch hauptsächlich in dem herrlichen, zerklüfteten KUstenprofil mit seinen unzähligen großen und kleinen Buchten, Häfen und natürlichen Einbuchtungen, die gut zugänglich im Schutz der Berge liegen, wo die Felsen zuweilen steil und gefährlich abstürzen und sich in dem azurblauen Wasser des Libyschen und Kretischen Meeres spiegeln. Jahrtausendelang war Kreta sicherer Landungsplatz ßralle Schiffe, die auf der Suche nach Neuland, das es zu erforschen und zu erobern galt, und nach neuen Partnern für den Handelsverkehr und für politische und kulturelle Beziehungen das Mittelmeer durchkreuzten: Ägypter und Zyprioten, Bewohner von Rhodos, Phönizier, Minoer, Mykener, Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Kreuzfahrer, die Seerepubliken des mittelalterlichen Italiens, die Türken und so weiter bis hin zu den modernen Militärflotten und zahlreichen Touristenschiffen. Die dramatische Geschichte der Insel, die viele Mächte zu unterwerfen versuchten und im Verlauf derer Invasionen und Eroberungen einander ablösten, zeugt von dem nicht immer von friedlichen Absichten diktierten Interesse, das die einzelnen Völker Kreta entgegenbrachten. Auf der seit dem Paläolithikum und Mesolithikum von einem Jägervolk bewohnten Insel landeten zwischen dem 7. und 4. Jahrtausend v. Chr. vermutlich mit primitiven Schiffen neolithische Völker, die aus Kleinasien von der anatoli-schen Halbinsel (heute Türkei) stammten. Sie brachten Pflanzensamen und Haustiere mit, lebten in Grotten oder einfachen rechteckigen Hütten aus sich zersetzendem Material und begannen schon früh mit der Produktion von Tongefäßen, die sie noch aus freier Hand formten. Die zahlreich aufgefundenen weiblichen Idole, steatopigi ("mit fettem Gesäß"), die in dieser Periode im gesamten mediterranen Kulturraum anzutreffen sind, weisen auf den stark verwurzelten Kult einer Erdgöttin hin, die Fruchtbarkeit spendet und die auch in den nachfolgenden Epochen als wichtigste Gottheit der ägäischen Welt verehrt wurde.Im Verlauf des 3. Jahrtausends v. Chr. kamen weitere Siedlergruppen aus Anatolien hinzu, vermutlich aus dem Stamm des späteren mächtigen Volkes der Hethiter, das auf den inneren Hochebenen der heutigen Türkei lebte. Diese Einwanderung führte auf Kreta zu einer Verschmelzung der lokalen Kulturtraditionen und der Einflüsse von außen und leitete die Bronzezeit ein, die historisch bedeutendste Epoche Kretas, die nach dem mythischen Inselkönig Minos Minoische Periode genannt wird. Die wachsende Macht der Inselstädte in der Zeit etwa von 2700 bis 1100 v. Chr. (mit ihrem Höhepunkt ungefähr zwischen 2000 und 1450 v. Chr.) geht auch aus den großartigen Unternehmungen der Götter hervor, von denen sich nicht wenige auf Kreta abspielen, und aus den mythischen Sagen, die im gesamten klassischen Altertum bekannt waren und mit der Kultur des neuzeitlichen Okzidents verschmolzen. Der Tribut, den König Minos jährlich von Athen forderte - zwölf Jungen und Mädchen