Bővebb ismertető
KORSIKA Korsika ist ein Land reich an Kultur. Wegen seiner geographischen Lage im Herzen des westlichen Mittelmeers, wegen seiner Ausmasse (8762 qkm, davon ungefáhr 1000 km Küste) ist es die drittgrösste Insel dieser Gegend. Seit Beginn seiner Geschichte war dieses Land dazu bestimmt, von Handel und Austausch zu leben. Der Grund für seine Eigenart liegt in dem stándigen Wechsel zwischen menschlicher Anpassung an die Natúr und den auferlegten Zwángen als Ergebnis des Eingriffs zahlreicher Máchte von aussen. Geographische Beschreibung Die Insel Korsika ist sehr gebirgig, und wenn man altén Überlieferungen glaubt, wurde der Name von dieser Eigenschaft abgeleitet, durch welche sie sich klar von den Schwesterinseln unterscheidet. Diese Tatsache bildet den Schlüssel für die abwechslungsreiche Morphologie der Landschaften, auf die man im Laufe ihrer Entdeckung stösst, ein dichtes Mosaik aus vier grossen voneinander abweichenden Typen. Das kristalline Korsika, wo Granitgestein vorherrscht, findet man im Westen mit vielen Gipfeln über 2000 m: der Monté Cintu mit 2710 m.der Monté Rotondu mit 2622 m,der Monté d'Oru mit 2389 m, der Monté Renosu mit 2352 m, der Monté Alcudina mit 2128 m. Durch eine derartige regelmássige Kette am Meer entstand eine gegliederte Küste mit tiefen Einbuchtungen, wie dem Golf von Portu, dem Golf von Sagona, dem Golf von Aiacciu und dem Golf von Valincu. Das metamorphe Korsika besteht hauptsáchlich aus Schiefergestein. Weniger hoch mit 1300 m auf dem Cap Corse, ist der Monté San Petrone, im Herzen der Castagniccia, mit 1756 m der höchste Berg und beherrscht den Nordosten der Insel. Zwischen den beiden Gebieten liegt eine Ebene, die von der Mündung des Reginu im Nordwesten ausgeht und im Südosten mit der des Solinzara abschliesst. Ihre Höhe betrágt nie mehr als 600 m und sie verbindet die beiden Bergkámme Korsikas und dient als bevorzugter Verbindungsweg. Diese drei Komplexe werden durch ein grosses Sedimentgebiet lángs der Ostküste vervollstándigt, das südlich von Bastia beginnt und bis Sari di Porti Vecchju reicht. Es bildet eine von zahlreichen Flüssen mit breiten Tálern durchzogene Hochebene mit sanften Hügeln. Schliesslich sind noch zwei kleine Kalksteingebiete zu erwáhnen, und zwar das bei Saint-Florent im Nordwesten und vor allém das grossartige bei Bonifaziu im Süden, welches Sardinien gegenüberliegt und wunderbare Felsenriffe aufweist. Diese komplexe und besondere Struktur verleiht Korsika ein kontrastreiches Klima und ein unvergleichbar schönes Licht; ein Klima, das zwei im Mittelmeer seltene Reichtümer hervorbringt: Wasser und Wald. Überraschenderweise gibt es überall auf Korsika Wasser. Die Berge bilden eine Barriere und verursachen starke, aber nicht lang anhaltende Niederschláge, die im Winter durch Schneefall auf den höchsten Bergen noch verstárkt werden. Zahlreiche Quellen und Báche, dazu etwa vierzig Flüsse, bewássern die Insel. Solch ein Reichtum an Wasser erklárt die üppige Vegetation. Auf der ganzen Insel wachsen Wálder - Buchen- und Kiefernwálder im Niolu, in der Restonica, auf dem Monté Rotondu und dem Monté Renosu sowie auch in Bavedda und im Cagna-Gebirge im áussersten Süden. Der Wald trágt Zeichen menschlicher Arbeit. Das Bergland der Castagniccia südlich von Bastia hat seinen Namen von den überwiegenden Kastanienwáldern, Ergebnis der seit Jahrhunderten betriebenen Anpflanzungen. Gleichwohl sind die Gebiete der Balagna und des Valincu von den für das Mittelmeer typischen Olivenbáumen geprágt. Die korsischen Landschaften zeigen deutlich die Eingriffe des Menschen. Einen zusátzlichen Beweis dafür kann man in der Náhe der bewohnten Orte sehen, wo zunehmend die "Macchia", eine Art Buschwald mit Mastixbáumen, Zistrosen, Myrten, Erdbeerbáumen und Heideland den Wald ersetzt. Eine Vegetation, die das Ergebnis háufiger Urbarmachung mit Axt und Feuer, einer archaischen Art der Düngung, ist. Feuer ist eine Geissel des heutigen Korsika, das die Landschaft über lange Zeit verándert. Korsika ist agrarisch bestimmt und kannte bis in unsere Zeit die Transumanz, den stándigen Wechsel zwischen den tiefliegenden Gebieten und dem Bergland, auch zwischen den grösseren Stádten an der Küste und den weit im Land verteilten Dörfern. Dieses breite System der Landnutzung, ursprünglich dem Rhythmus der Jahreszeiten folgend, trifft man erstaunlicherweise im Laufe der Jahrhunderte auf der Insel immer wieder. Geschichte Die Geschichte Korsikas ist lang, dicht, komplex, aus vielseitigen Faktorén zusammengesetzt, Zeiten der Harmonie wechseln mit heftigen Krisen; eine Geschichte, in der sich deutliche Zeiten der Blüte mit Zeiten des Schweigens, als ob die Insel Kraft schöpfen müsste, bevor sie neuen Wechselfállen standhalten konnte, abwechseln. Durch die Umschwünge der Zeiten jedoch blieb die korsische Kultur bestehen, deren Besonderheit und Einmaligkeit die Insel immer zu verteidigen wusste. Das vorgeschichtliche Korsika Die Geschichte geht etwa in das 7. Jahrtausend vor unserer Zeit zurück. Die ersten menschlichen Ansiedlungen fand man nahe der Küste, in Bonifaziu und in der Umgebung von Saint-Florent. Aber auch die Berge, wie z.B. in der Gegend von Livia, waren bereits besiedelt. Die Bewohner lebten von Jagd oder Fischfang und kannten die Töpferkunst noch nicht. Tonwaren tauchten erst spáter auf, im Zusammenhang mit der grossen Wanderungsbewegung, die sich im Mittelmeerraum abspielte. Um 5000 v.Chr., in der Jungsteinzeit, gab es eine Bevölkerung, die im wesentlichen von der Transumanz von Schafen und Schweinen lebte. Der Ackerbau rückte nach und nach an die Stelle des Jagens und Sammelns von Eicheln, wildem Getreide und Früchten. Die Bewohner Messen sich hauptsáchlich in Tálern, auf flachen Hügeln oder im Schutz der von der Natúr ausgehöhlten Felsen nieder. Es existierten bereits auf Steinen erbaute Hütten mit Wánden aus Mörtel, wie in L'lle-Rousse. Die Toten wurden in in sich gekehrter Stellung auf Ockererde- oder Aschebetten beerdigt, wie in Bonifaziu oder Livia.