Bővebb ismertető
Es war vor einigen Jahren. Wir befanden uns auf einer Reise durch Sowjetisch-Mittelasien. In Samar-kand lernten wir einen jungen Engländer kennen. Er erzählte uns, daß er dabei sei, ohne Heer, als friedfertiger Tourist, d ie Wege Alexanders des Großen zu verfolgen. Das war zumindest eine nicht alltägliche Reiseroute.Auch wir möchten mit Ihnen, verehrte Leser, eine ungewöhnliche Reise unternehmen, wie Sie sie in keinem Reisebüro der Welt buchen können. Wir laden Sie ein, den Hauptstädten von vierzehn Ländern einen kurzen Besuch abzustatten.Zwangsläufig einen kurzen. Denn wir haben einen weiten Weg vor uns. Nach dem ersten Weltkrieg sangen die deutschen Arbeiter ein Lied, in dem es hieß: Ein Sechstel der Erde blieb rot." Heute lebt die Hälfte der Menschheit in Ländern, in denen das arbeitende Volk die Ausbeuterklasse gestürzt und die Macht in seine starken Hände genommen hat.Wir gelangen in eine andere, fremdartige Welt, wenn wir uns in Moskau ins Flugzeug setzen, die Wüste Gobi überfliegen und in der Hauptstadt einer der asiatischen Volksrepubliken landen. Und abermals eine völlig anders geartete Welt erschließt sich uns, wenn wir nach einer hoffentlich nicht allzu stürmischen Fahrt mit der Völkerfreundschaft" über Meere und Ozeane in Havanna an Land gehen.In Europa werden wir durch Straßen gehen, auf denen, als sie noch nicht asphaltiert waren, römische Feldherren und Kaufleute wandelten. (Im Altertum wandelte man immer, das Gehen kam erst später auf.) Wir werden Spuren begegnen, die der Hunnenkönig Etzel und die fanatischen osmanischen Heerscharen hinterließen. In der Hauptstadt der Mongolischen Volksrepublik werden wir sehen, wie die Enkel Dschingis Khans aus Jurten in moderne Häuser umziehen.Der eine oder andere wird fragen: Gibt es nicht auch in Rom und Paris, in Madrid und Lissabon Kleinode altertümlicher und mittelalterlicher Kultur, herrliche Kunstschätze aus den verschiedensten Epochen, genau wie in Prag und Budapest, in Sofia und Peking? Können etwa Kopenhagen und Brüssel, London und Amsterdam nicht mit bequemen, komfortablen Wohnungen und Neubauten modernster Architektur aufwarten, wie sie Moskau und Bukarest, Pjöngjang und Berlin auszeichnen? Kein Zweifel, Sehenswürdigkeiten aus vergangenen Zeiten und technisch-architektonische Höchstleistungen aus unseren Tagen finden wir hier wie dort. Die Zahl der Autos ist Im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Paris größer als in der Hauptstadt der DDR, der Verkehr in New York dichter als in Moskau. In Pjöngjang und Hanoi gehören Fahrräder noch zum alltäglichen Straßenbild, In Ulan-Bator Reiter und Pferdefuhrwerke. Aber schon eine solche Tatsache ist des Nachdenkens wert: Die Zahl