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DIE LEBENSGESCHICHTEdie jugendDie Sippe von Karl Friedrich Schinkel wurzelte in seiner engeren Heimat seit Jahrhunderten. Er ist ein Sohn der Mark von beiden Elternseiten her. Am 13. März 1781 wurde er in Neuruppin geboren als der Sohn des Superintendenten Johann Cuno Christoph Schinkel geb. in Brunne bei Fehrbellin 1736, gest. in Neuruppin 1787. Die Mutter Dorothea Rose war 1749 in Neuruppin geboren und starb am 8. März 1800 in Berlin.Die Familien Schinkel und Rose sind seit vielen Generationen in der Mark nach weisbar. Die Stammlinie der Schinkel hat um die Mitte des 17. Jahrhunderts einen Tuchmacher in Wittstock, dann folgten drei Generationen Pfarrer in Protzen (und in Steffin), in Brunne bei Fehrbellin und in Neuruppin. Die Rose waren nacheinander in vier Generationen: Propst um 1600 in Mittenwalde bei Königswusterhausen, Rektor, Kaufmann, Kaufmann, diese drei ständig in Neuruppin.Wünschenswert ist eine ausführliche Vorfahrentafel, in der der landschaftliche und stammesmäßige Herkunftsraum urkundlich nachzuprüfen wäre. Ein Albertus Schinkel wurde 1347 in der Klosterruine Eldena bei Greifswald beigesetzt, in jener Ruine, welche der junge Caspar David Friedrich aus Greifswald oft gemalt hat. Ein Joachim Schinkel ist Nótárius der Universität Greifswald 1551. Ihm folgte 1582 im Amte ein Daniel Runge, und wir rühren mit dem zufälligen Zusammentreffen der Namen der drei großen Romantiker überraschend an die deutsche Stammeskunst^ geschichte, die noch nicht geschrieben ist.Pastellbildnisse von Schinkels Eltern hat jüngst Max Neumann veröffentlicht (Brandenburgische Jahrbücher, Heft 7, 1937, Schinkel in der Mark, 13). Bereits an dem klugen Kopf des Vaters, von dunklem Typ, fallen die breiten Jochbeine auf, die das Gesicht des Sohnes so einprägsam bestimmen. Die Mutter zeigt einen Kopf vom nordischen Typ mit lebendigen, ausdrucksvoll großen Augen, deren helle Farbe in dem Sohne wiedererscheinen sollte: Eine lebhafte Frau von gesundem Verstände für das praktische Leben" (Waagen).Schon die Zeitgenossen haben Schinkels Gesichtszüge nicht gerade als regel mäßig oder schön bezeichnet. Den merkwürdig ostbaltischen oder dalischen Kopf mit den breiten Backenknochen zeigt besonders ausgesprochen das Jugendbild des Dreiundzwanzigjährigen, das 1803 von Rößler in Rom gemalt wurde (jetzt im SchinkelMuseum). Man kann eine Gruppe verwandter Köpfe aus jener Zeit zu= sammenstellen, Novalis, die Brüder Schlegel und, besonders unvergeßlich ausge prägt, Heinrich von Kleist.Die Kindheit Schinkels stand unter dem Waisenschicksale. Neuruppin wurde