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Vorwort zur 3. Auflage
Die 1. Auflage mit einem unveränderten Nachdruck war rasch vergriffen; auch die 2. Auflage, 1976 erschienen, fand reges Interesse. Sie wurde ins Italienische übertragen und kam 1979 bei Piccin Editore, Padova, heraus. Eigentlich hätte die 3. Auflage auch schon 1979 erscheinen müssen. Wenn sie erst heute, nach einer längeren Vorbereitungszeit, vorgelegt werden kann, so liegt dies vornehmlich an der völligen Überarbeitung des Buches. Außerdem wurden wiederum neue Mitarbeiter gewonnen und neue Untersuchungsergebnisse in ergänzenden Beiträgen dargestellt. Damit geht auch die 3. Auflage über das eigentliche Thema Kardiotokographie hinaus.
Bei der Besprechung der Schwangerschaften mit erhöhtem Risiko wird besonderer Wert auf die Darstellung von Risikodeterminatoren der Frühgeburt und der Plazentainsuffizienz gelegt. In die Beschreibung von Überwachungsmethoden sind die Indikationen zur Kardiotokographie in der Schwangerschaft nach den gegenwärtig gültigen Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen.
Der Abschnitt Überwachung von Schwangerschaft und Geburt ist ebenfalls neu bearbeitet. Die immer noch bestehenden Probleme der Schwangerschaftsbetreuung werden aufgezeigt, die anzuwendenden Überwachungsmethoden übersichtlich präsentiert. Die Darstellung der nuklearmedizinischen Verfahren zur Beurteilung der uteroplazentaren Durchblutung ist vereinheitlicht und für den klinischen Einsatz bei Verdacht auf Plazentainsuffizienz ausgelegt worden. Neu aufgenommen ist eine Übersicht über Registrierung und Beurteilung der fetalen Atembewegungen, obwohl eine klinische Anwendung bisher noch nicht möglich ist.
Die Kardiotokographie ist das Kernstück des Buches geblieben. Das Kapitel über ihre Grundlagen und die klinische Wertigkeit ist überarbeitet, bislang Fehlendes aufgenommen und die Therapie mit wehenhemmenden Substanzen auf den neuesten Stand gebracht worden. Die atlasähnliche, klinische Demonstration ante- und intrapartualer Kardiotokogramme besteht aus völlig neuen Beispielen mit der heute üblichen Registriergeschwindigkeit von 1 cm/min. Lediglich drei Fälle sind aus den früheren Auflagen übernommen.
Die Abhandlung über Technik, Registrierprinzipien und -fehler berücksichtigt den gegenwärtigen Entwicklungsstand. Schließlich wird ein Ausblick auf eine standardisierte Auswertung von Kardiotokogrammen mit Hilfe eines elektronischen Datenverarbeitungssystems gegeben.