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Gérard Brissé
Vorwort
Das gute Werk, das ich getan habe, das müßt ihr bewahren, denn es ist auch das eure.
(Edikt der Hospitäler von Jayavarman Vll., Stele von Sey Fong)
Es geht darum, den Friedenschancen zu helfen, rasch die Kriegschancen zu schlagen.
(Nordom Sihanouk, Rede auf der ersten Konferenz der indochinesischen Völker, Pnom Penh, 14. Februar 1965)
Die Tempel schlafen im Dschungel Und erinnern an die Größe des Moha Nokor Wie der Fels ist die Khmerrasse ewig Haben wir Vertrauen zum Los Kampucheas Des Reiches, das den Jahren trotzt . . . (Auszug aus dem Nokoreach)
Sihanouk selbst
»Es war das Land des Lächelns . . .« Der bemerkenswerte Dokumentarfilm über Kambodscha, der in den sechziger Jahren von Marceil Talbot vom Mitarbeiterstab von Connaissance du Monde gedreht wurde, stellt heute ein historisches Dokument dar. Eine blühende Märchenstadt, in der es sich angenehm leben ließ, plötzlich verwandelt in eine Geisterstadt. Eine komplexe, hierarchisierte und aufs engste den moralischen Werten des Buddhismus, welcher die Gewaltlosigkeit und die Achtung des anderen predigt, verbundene Gesellschaft brutal zerrissen, aufgelöst in eine Barbarei der zehntausend Gesichter. Eine Sklavenhalterorganisation, die den wahnwitzigen Traum formuliert, die Pyramiden wieder aufzubauen, über die Nachbarvölker zu herrschen, der gesamten Welt eine Lektion in Zivilisation zu erteilen.
Auf welch dunklem Wege ist man dahin gelangt? Der Ausländer fragt sich und versteht nicht. Verblüfft, verwirrt von den übereinstim-