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DER AUGSBURGER RREIDERREISZu der Zeit des DreiBigjáhrigen Krieges besaB ein Schweizer Protestant namens Zingli eine groűe Gerberei mit einer Lederhandlung in der freien Reichsstadt Augsburg am Lech. Er war mit einer Augsburgerin verheiratet und hatte ein Kind von ihr. Als die Katholischen auf die Stadt zumarschierten, rieten ihm seine Freunde drin-gend zur Flucht, aber, sei es, daB seine kleine Familie ihn hielt, sei es, daB er seine Gerberei nicht im Stich lassen wollte, er konnte sich jeden-falls nicht entschlieBen, beizeiten wegzureisen. So war er noch in der Stadt, als die kaiserlichen Truppén sie stürmten, und als am Abend geplün-dert wurde, versteckte er sich in einer Grube im Hof, wo die Farben aufbewahrt wurden. Seine Frau sollte mit dem Kind zu ihren Verwandten in die Vorstadt ziehen, aber sie hielt sich zu lange damit auf, ihre Sachen, Kleider, Schmuck und Betten zu packen, und so sah sie plötzlich, von einem Fenster des ersten Stockes aus, eine Rotte kaiserlicher Soldaten in den Hof dringen. AuBer sich vor Schrecken lieB sie alles stehen und liegen und rannte durch eine Hintertür aus dem An-wesen.So blieb das Kind im Hause zurück. Es lag in der groBen Diele in seiner Wiege und spielte mit einem Holzball, der an einer Schnur von der Decke hing.