Bővebb ismertető
Endlose Monde, düster-schattige Welt, Donnergrollen, Wirbelstürme, Erdbeben. Selten waren die Momente der Ruhe; die Stirn auf den Knien, die Arme um den Kopf gelegt, dachte ich, horchte ich, begehrte ich, nicht zu existieren. Aber da war das Leben, eine durchscheinende Perle, ein Gestirn, das sich langsam um sich selbst drehte. Ich war blind. Meine Augen hingen an dieser anderen Welt, diesem anderen Leben, das Tag für Tag weiter verblaßte. Die Farben waren erloschen, die Bilder wurden undeutlich. Noch blieb mir erstauntes Rufen, leises Weinen. Die machtlose Erinnerung bedrückte mich, die Melancholie versengte mich. Wer bin ich? fragte ich den Tod, der zu meinen Füßen hockte. Er knurrte und gab keine Antwort.
Wo bin ich? Ich hörte Lachen, Stimmen, die sagten: »Bestimmt wird es ein Junge, Hoher Herr. Er bewegt sich. Er trägt den Zorn in sich.«
Es war gleichgültig, wer ich sein würde. Ich war dieser Unermeßlichkeit bereits überdrüssig. Ich war es überdrüssig, zu hoffen, zu warten, ich zu sein, der Nabel der Welt.
Das Rauschen des Windes beruhigte mich. Ich horchte auf das Plätschern des Regens. In meinem Himmel, in dem die Sonne niemals aufging, hörte ich den Gesang eines kleinen Mädchens. Die sanfte, unschuldige Stimme wiegte mich. Meine Schwester, ein großes Unglück befürchtete ich für sie. Eine Hand versuchte mich zu liebkosen. Doch waren wir durch eine Mauer getrennt. Mutter, Schatten auf der Wand meines Denkens, wißt Ihr, daß ich ein Greis bin, verurteilt dazu, das Gefängnis Eures Fleisches zu bewohnen?